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Physische KI hält Einzug in Fabrikhallen. Hier spielt der neue Ortungsstandard omlox eine zentrale Rolle. Er bietet eine gemeinsame räumliche Referenz über Technologien und Hersteller hinweg.
Physische KI hält Einzug in Fabrikhallen. Hier spielt der neue Ortungsstandard omlox eine zentrale Rolle. Er bietet eine gemeinsame räumliche Referenz über Technologien und Hersteller hinweg.

Neuer Ortungsstandard omlox legt die Basis für zukunftssichere räumliche Intelligenz für Fertigung, Lagerhaltung und Lieferketten

Weber,

Unabhängig davon, ob Unternehmen autonome mobile Roboter, digitale Zwillinge, Lagerverwaltungssysteme oder KI-gestützte Optimierungssoftware einsetzen – jede Anwendung ist auf zuverlässige, standardisierte räumliche Informationen angewiesen. Standortdaten entwickeln sich damit rasch von einem operativen Werkzeug zu einer kritischen Infrastruktur für industrielle KI. 

„Industrielle Abläufe werden zunehmend dynamischer, mobiler und autonomer. Damit Menschen, Maschinen, Roboter und KI-Systeme sicher und effizient zusammenarbeiten können, müssen sie ein gemeinsames Verständnis von Raum und Bewegung teilen. Offene und interoperable Standortdaten bilden die räumliche Grundlage für physische KI“, erklärt Dr. Matthias Jöst, Komitee-Leiter omlox bei PI (PROFIBUS & PROFINET International). So werden zukünftig industrielle KI-Systeme kontinuierlich Bewegungen, Kontexte und Interaktionen über Fabriken, Lagerhäuser und Logistiknetzwerke hinweg erfassen und analysieren. Dafür müssen Maschinen, Roboter und mobile Systeme lernen, den Raum zu „verstehen“. Physical AI – also KI, die den physischen Raum aktiv wahrnimmt und kontextbezogen handelt – erfordert dafür jedoch eine gemeinsame räumliche Sprache von Positionen, Bewegungen und Identitäten im Raum, die unabhängig von einzelnen Technologieanbietern ist. 

Ohne offene Schnittstellen laufen Unternehmen Gefahr, isolierte Technologiesilos zu schaffen, deren Erweiterung kostspielig und deren Austausch schwierig ist. Und genau hier setzt der herstellerübergreifende Standard omlox an. Dieser stellt die technologieunabhängige Ebene bereit, um Standortdaten über Ultrabreitband (UWB), BLE, WLAN, GNSS, bildbasierte Ortung, RFID und zukünftige Ortungstechnologie hinweg zu harmonisieren. 

Anstatt Kunden an proprietäre Ökosysteme zu binden, ermöglicht der omlox-Ansatz Unternehmen, ihre Technologielandschaft im Laufe der Zeit weiterzuentwickeln und dabei bestehende Investitionen zu erhalten. Dies gibt Unternehmen die Freiheit, die besten Lösungen und Geräte ihrer Art auszuwählen, schützt Investitionen und bewahrt die Souveränität über ihre räumlichen Daten. 

Dass diese Interoperabilität in der Praxis funktioniert, wird jedes Jahr auf Plugfesten demonstriert, zuletzt im Juni 2026. Dort wird unabhängig entwickelte Hardware und Software in einer gemeinsamen industriellen Umgebung miteinander verbunden und geprüft, ob sie unter realen Betriebsbedingungen zusammenarbeiten. Diesmal prüften 21 Experten aus 9 Unternehmen 12 verschiedene omlox-Komponenten, darunter UWB-Infrastruktur, Ortungstags, ergänzende Positionierungstechnologien, omlox-Hubs und industrielle Softwareanwendungen. Schwerpunkt waren die Interoperabilitätstests, z. B zwischen UWB-Tags und omlox Core Zones oder zwischen Complementary Zones und omlox-Hubs, die mit sehr großem Erfolg abgeschlossen wurden.

Dieses Jahr wurde das omlox-Plugfest zudem von einer Konferenz begleitet, die vom Fraunhofer IOSB-INA bei SmartFactoryOWL in Lemgo ausgerichtet und gemeinsam von PI (PROFIBUS & PROFINET International) und dem Fraunhofer IOSB-INA organisiert wurde. Hier wurde live gezeigt, wie standardisierte Standortdaten die Lagerautomatisierung, autonome Robotik, Sicherheitsanwendungen, die Optimierung des Materialflusses und KI-gesteuerte Betriebsintelligenz beschleunigen.

 

Über omlox

omlox ist der weltweit erste offene Ortungsstandard für die industrielle Fertigung und Logistik. Der von PI (PROFIBUS & PROFINET International) betreute Standard definiert interoperable Schnittstellen zwischen Ortungstechnologien, Infrastruktur, Softwareplattformen und Unternehmensanwendungen. omlox ermöglich herstellerunabhängige Echtzeit-Ortungslösungen. Dieser bildet damit die räumliche Grundlage für digitale Fabriken, intelligente Lager, vernetzte Lieferketten und die zukünftige Generation von Physical-AI-Anwendungen.

 


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