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Vorträge - Aktuelle Entwicklungen, Trends und Beispiele

Warum PROFINET mit TSN (20. März 2019, 9:00 Uhr)

Mod.: J. Krautter, Murrelektronik

  • Anforderungen der Planung Marke Volkswagen an Time-Sensitive Networking
    T. Kompa, VW
    Time-Sensitive Networking ist eine Reihe von Standards, die den Ethernet-Standard und den Bridging-Standard um Mechanismen zur deterministischen Datenübertragung erweitern. Dieser Vortrag stellt die Anforderungen der Planung Marke Volkswagen an Time-Sensitive Networking dar und zeigt Lösungen auf, welche in Aussicht stellen diese Anforderungen zukünftig zu erfüllen. Zu diesen Anforderungen zählen unter anderem ein standardisiertes Time-Sensitive Networking Profil für die  Automatisierungstechnik, eine Zertifizierung von Geräten, eine einheitliche Konfiguration und Diagnose sowie die Bereitstellung einer standardisierten deterministischen Datenübertragung über Router hinweg.

  • Herausforderungen in der modularen Fabrik
    H. Krattenmacher, SEW
    Die Begriffe "OPC-UA" und "TSN" dürfen derzeit in keinem guten Fachjournal fehlen und werden gerne als Lösung für die Smart Factory präsentiert. Was sind aber eigentlich die neuen Herausforderungen in einer Smart Factory? Zunächst einmal gilt es festzustellen, dass der wesentliche Grundzug einer Smart Factory deren Modularität ist. Man will damit höchstmögliche Flexibilität erreichen, um Produktionsabläufe in kurzer Zeit und mit möglichst wenig Planungsaufwand zu ändern. Aus diesem Grund werden Fabriken in Prozessmodule zerlegt, die weitestgehend unabhängig voneinander agieren können. Es gibt keine übergeordnete, zentrale Produktionssteuerung mehr, sondern dezentrale Einheiten, die den Prozess selbst steuern können. Die Automatisierungspyramide verschwindet damit und die Anforderungen an Netzwerke und Kommunikationsstrukturen ändern sich. Der Vortrag gibt einen Eindruck, wie sich eine modulare Fabrik im Umfeld der Intralogistik darstellt und zu welchen Herausforderungen sie führt.

  • PROFINET@I4.0 - der Migrationspfad
    J. Krautter, Murrelektronik
    Die Trendthemen Industrie 4.0 und IIoT sind im Umfeld der Automatisierung allgegenwärtig.
    Um den nahezu unstillbaren Durst nach Prozess- und Diagnosedaten unserer Kunden stillen zu können, werden neue Strukturen in der Vernetzung von Maschinen und Anlagen unabdingbar.
    Doch wie gelingt uns der mächtige Schritt von unserem heutigen PROFINET hin zu einem PROFINET@4.0?
    In dem Vortrag geht der Referent genau auf diesen Migrationspfad ein und beantworten nachstehende Fragen:
    • Warum die Entscheidung für TSN und was passiert mit IRT?
    • Bleibt die Abwärtskompatibilität, einer der Leitsätze der PI, mit PROFINET@4.0 erhalten (RT/IRT/TSN)?
    • Was passiert mit den heutigen Profilen PROFIsafe, PROFIdrive und PROFIenergy und welche Rolle spielt OPC UA dabei?
    • Ist eine Netzwerk übergreifende TSN Konfiguration mit "PROFINET over TSN" zukünftig möglich?
    • Kann PROFINET@4.0 über das zukünftige 5G Netz übertragenen werden?

Security-Herausforderungen in der Automation (20. März 2019, 9:00 Uhr)

Mod.: S. Heidepriem, Sick

  • IEC 62443 - Industrial Security braucht Standards
    S. Heidepriem, Sick
    Der Vortrag führt in die Frage der Motivation, der Sinnhaftigkeit und damit dem Wesen von Securitymaßnahmen ein. Das Thema Security polarisiert die Fachleute zunehmend. Welche Maßnahme ist adäquat und wie groß ist das Risiko (Schadenshöhe x Eintrittswahrscheinlichkeit) wirklich? Und warum ist die neue Norm IEC62443 besonders interessant für die Automatisierungsbranche? Alle diese Fragen und vor allem die wichtigste Frage nach der Notwendigkeit einer Securityspezifikation für PROFINET werden in dem Vortrag beleuchtet und beantwortet. Mit der derzeit drastischen Digitalisierung unserer Fabriken, kommen wir an dem Thema Security nicht mehr vorbei und müssen Antworten liefern. Darüber hinaus wird das Thema nicht alleine durch Auswahl neuer Komponenten mit einer "Security Eigenschaft X" erschöpfend erledigt. Welche Aufgaben auf den Betreiber zukommen, um die Security effektiv zu nutzen wird als Ausblick angedeutet.

  • Ein Gefühl von (Un-)Sicherheit in der Automation

    Dr. Klaus Biß, BSI

    Nicht nur die Vorfälle in den USA und Ukraine zeigen, dass die Bedrohungslage für industrielle automatisierte Kontrollsysteme angespannt ist. Die Entwicklung hin zu einer immer stärker auf Ethernet basierenden Kommunikation ermöglicht es auch Betriebsfremden, sich im OT-Netz einfacher zurecht zu finden. Doch ist die Situation in der OT-Sicherheit wirklich so schlimm?

    Was geschieht unter des Wasserlinie des öffentlich sichtbaren und wie kann man damit umgehen? BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik): Strohhalm, Schwimmweste oder mehr?

  • Das PROFINET Security-Konzept
    Prof. Dr. K.-H. Niemann, Hochschule Hannover
    Im Rahmen der weitreichenden Digitalisierung von Produktionsprozessen rückt die IT-Sicherheit von Produktionsanlagen immer stärker in den Vordergrund. Die durchgängige Vernetzung im Unternehmen, die vertikale Integration und die Tendenz zu flacheren Systemhierarchien erfordern durchgängige Ansätze für die IT-Sicherheit in der Produktion, die auch einen Schutz der Komponenten beinhaltet. Die Arbeitsgruppe CB/WG 10 Security hat mit der Erarbeitung eines Security Konzeptes begonnen. Der Vortrag gibt einen ersten Einblick in die Arbeit und beschreibt zunächst die Ausgangslage, Motivation und die Vorgehensweise für die Erarbeitung des Security-Konzeptes. Danach werden die Security Anforderungen ermittelt und die Akteure im Security Prozess werden benannt und gegeneinander abgegrenzt. Im Weiteren befasst sich der Vortrag dann mit den notwendigen Ergänzungen am PROFINET Protokoll.

Netzwerkarchitektur der Zukunft (20. März 2019, 11:00 Uhr)

Mod.: M. Müller, Phoenix Contact

  • JWG IEC/IEEE 60802: Konvergentes Netzwerk
    L. Winkel, L.A.N. Winkel Consulting
    Die Netzwerkarchitektur soll in einem konvergenten Netzwerk nach IEC/IEEE 60802 harmonisiert werden.
    Als in IEEE 802.1 die Audio und Video Gemeinde den Wünsch äußerten ein Real-time Ethernet zu spezifizieren, entstand mit Hilfe der Industrie-Automation-Experten in IEEE 802.1 der Baukasten zu wachsen zum Thema Time Sensitive Networking (TSN).
    Anfang 2017 hatte das deutsche Komitee DKE K956 dem Normungsantrag zugestimmt und ein IEC Projekt gestartet, um ein Profil zu erstellen „TSN for Industrial Automation Applications“.
    Die Konvergenz, die damit erreicht werden soll, ist, dass mindestens die Netzwerkkomponenten (Bridges) einheitlich sein können bei Beibehaltung der existierenden verschiedenen Real-time Ethernet Endgeräte. Alle wesentlichen Organisationen, die ein Kommunikationsprofil in IEC 61784-2 haben, sind kooperative Mitarbeiter in IEC/IEEE 60802.
    Der Vortrag geht näher auf die prozeduralen und organisatorischen Vorteile ein, die durch die Kooperation der Organisationen zu erwarten sind und gibt einen Ausblick wie auch ein Konformitätstest mit IEC (IECEE) und IEEE (ICAP) organisiert werden könnte.

  • Wandel in der Zellenintegration
    S. Gottwald, Siemens
    Unternehmen, gleich welcher Größe oder Branche, stehen vor der Herausforderung der digitalen Transformation. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien verschmelzen mit neuen Fertigungstechnologien zur Erhöhung der Wertschöpfung unter Beibehaltung der Merkmale (Verfügbarkeit, Redundanz, Zuverlässigkeit, usw.) heutiger Automatisierungssysteme. Informationsverfügbarkeit in Echtzeit "on demand" ist eine Grundvoraussetzung dafür. Dies gilt nicht nur für den Factory Floor, sondern auch für die Maschine-zu-Maschine Kommunikation über Zellgrenzen hinweg.
    Um dies zu erfüllen, werden zukünftig industrielle Netzwerke dynamische und deterministische Echtzeitkommunikation innerhalb von Zellen und über Zellgrenzen hinweg unterstützen.

  • Datenvorverarbeitung und Cloud Connectivity
    H.-J. Hilscher, Hilscher
    Die oft gebrauchte Formulierung ‘Daten vom Sensor in die Cloud‘ führt in der Regel zum Einsatz eines so genannten Edge Gateways. Als Teilnehmer im PROFINET Netzwerk kann dieses über azyklische Dienste die Teilnehmer identifizieren und auf die Daten der über IO-Link angeschlossenen Sensoren zugreifen. Ergänzt mit ihren Metadaten werden diese Informationen über Konnektoren an Cloud Plattformen übertragen, um dort über entsprechende Dienste Werte zu generieren.
    Dazu muss das Edge Gateway über eine modulare Software Architektur verfügen, die aus der Cloud Plattform für die jeweilige Applikation zusammengestellt und runtergeladen wird. Dabei bieten sich Software Container an, die in der zugehörigen Docker Umgebung für sich lauffähig sind und über einen performanten Message Bus miteinander kommunizieren.
    Der Vortag beschreibt eine solche Lösung und stellt Ergebnisse aus der Praxis dar.

    Industrie 4.0 Informationsmodelle (20. März 2019, 11:00 Uhr)

    Mod.: M. Prinzen, Festo

    • Industrie 4.0 - Verwaltungsschale  am Beispiel FDI
      F. Fengler, ABB | Dr. M. Hoffmeister, Festo
      Industrie 4.0 definiert eine Verwaltungsschale und nutzt als eine Technologiebasis OPC UA. FDI ist ein OPC UA Companion Standard und definiert ein Informationsmodell. Dies wurde für Devices um die NAMUR Device Core Parameter, Device Health Diagnostics und Identifcation Name Plate erweitert und befindet sich derzeitig in der Standardisierung als OPC UA Companion Standard Process Automation Device Information Model, kurz PA-DIM. Das Informationsmodel ermöglicht einen einfachen Zugriff auf die Sub-Modelle Diagnostics, NamePlate und ProcessVariables.

    • Applikationsdiagnose
      G. Leßmann, Phoenix Contact
      In der Automatisierungs-Initiative-Deutsche-Automobilindustrie (AIDA) wird schon seit Jahren der Anwendungsfall Applikationsdiagnose diskutiert. Dabei ist der größte Teil der Produktionsstillstände nicht auf Fehler der Prozessgeräte sondern auf Störungen im Prozess selbst zurück zu führen.
      Für die Diagnose dieser Störungen gibt es bis heute keine einheitliche und zufriedenstellende Lösung. Dabei ist der Anwendungsfall Applikationsdiagnose grundsätzlich unabhängig von der Automobilproduktion und damit für die gesamte Industrie interessant. Eine einheitliche Lösung ist letztendlich auch das Ziel von "Industrie 4.0".
      Der Vortrag beschreibt einen konkreten Anwendungsfall aus der Automobilproduktion und gibt einen Überblick über mögliche Lösungstechnologien wie PROFINET, OPC UA und MQTT/JSON.
      Abschießend werden die Technologien bewertet, Standardisierungsaktivitäten dargestellt und ein Ausblick auf Lösungsmöglichkeiten gegeben.

    • OPC UA Companion Spezifikationen im VDMA am Beispiel von Antriebssystemen
      M. Hegmann, Siemens
      Der Einsatz von OPC UA bietet vor allem bei der Verwendung von domänenspezifischen Informationsmodellen einige Vorteile. Bei der Erstellung solcher Informationsmodelle hat der VDMA aktuell die führende Position. Dieser Vortrag zeigt einen Überblick über die entsprechenden Aktivitäten im VDMA und gibt einen Einblick über die Vorgehensweise zur Erstellung einer OPC UA Companion Spezifikation am Beispiel von Antriebssystemen.

      Industrie 4.0 am Beispiel (20. März 2019, 13:30 Uhr)

      Mod.: X. Schmidt, Industrie 4.0 WG

      • LNI 4.0 Testbeds validieren Standardisierung
        Dr. D. Rohrmus, Labs Network Industrie 4.0 e.V.
        Labs Network Industrie 4.0 e.V. (LNI4.0) ist ein vorwettbewerblicher und gemeinnütziger Verein, der 2016 aus Mitgliedern der Plattform Industrie 4.0 gegründet wurde. Das Vereinsziel ist es, KMU auf ihrem Weg der digitalen Transformation konkret zu begleiten. Dazu vermittelt LNI 4.0 KMU (Kleine und Mittlere Unternehmen) an Industrie 4.0 Testzentren zur Gestaltung von Use Cases. Der Verein hat über 70 Use Cases mit über 100 KMU entwickelt. LNI 4.0 treibt außerdem Testbeds für Industrie 4.0 Themen wie Interoperabilität. Die Ergebnisse werden an den Standardization Council 4.0 übergeben, um die internationale Standardisierung zu validieren und zu beeinflussen. Dazu werden Standardisierungsprojekte im Testbed mit allen relevanten Technologieanbietern validiert und über bestehende Liaisonabkommen direkt den Gremien der internationalen Organisationen zugeführt. Anhand des Testbeds TSN wird dieser Prozess anschaulich verdeutlicht.

      • Die Verwaltungsschale im Asset Management
        A. Pühringer, SAP
        Die Feldbus Standardisierung und OPC UA haben funktionierende Industriestandards für die Vertikale Kommunikation vorangetrieben.

        Die Verwaltungsschale kann jetzt implementiert werden. Im Vortrag wird die Implementierung und Einbindung in das SAP Asset Management vorgestellt. Es werden Nutzen und Anwendung dieser Innovation vorgestellt.   

      • OPC UA Anwendungen bei AUDI
        M. Mayer, AUDI
        Darstellung der Umsetzung von OPC UA bei Audi.
        DataDrivenProduction beschreibt nicht nur eine Vielzahl von BigData-Methoden, sondern steht als Synonym für ein Strategiebaustein in der Smart.Factory. Die Nutzung im Produktionsumfeld ermöglicht Wettbewerbspotentiale sowie die Erschließung von neuen Geschäftsmodellen. Data first! Ein Einblick bei der AUDI AG.
        • Ziele/Wieso solche Aktivitäten ...
        • Beispiele: Asset, Diagnose, Geräte, …
        • Standardisierung (Konzern / VDMA / PNO / lokal)
        • Lastenheft bei VW-Konzern

        PROFINET in der Prozessautomatisierung (20. März 2019, 13:30 Uhr)

        Mod.: H. Fiesel, Endress+Hauser

        • PROFINET Lösungsplattform für die Prozessautomation
          K. Büttner, Endress+Hauser | J. Czech, Siemens
          Feldgeräte mit Ethernet-basierter Schnittstelle repräsentieren mehr als nur einen Messwert und stellen eine Vielzahl von Informationen zur Verfügung. Die klassische industrielle Feldbuskommunikation wird mittlerweile schrittweise von Ethernet basierten Technologien abgelöst.
          Anwendern stellen sich die grundsätzlichen Fragen des „Wie?“ / „Womit?“ / „Wann?“ und „Was passiert mit den bestehenden Anlagen?“. Auf den vergangenen PI Konferenzen wurde die Weiterentwicklung der PI Technologien für die Prozessautomation aufgezeigt, die nun in der Praxis Einzug halten.
          Der PI Arbeitskreis Marketing Prozessautomation stellt hierzu die bestehenden und neuen Spezifikationen sowie Technologieentwicklungen vor, die in verfahrenstechnischen Anlagen entscheidend sind. Dazu zählen:
          • PROFINET Features für Hochverfügbarkeit
          • Proxy Technologien für die Integration bestehender Anlagen(-teile)
          • PA Geräte Profil 4.0 für PROFINET
        • Namur Open Architecture
          J. de Caigny, BASF
          Seit seiner ersten Vorstellung bei der Namur-Hauptversammlung 2016 hat das Konzept der Namur Open Architecture innerhalb der Automatisierungscommunity große Begeisterung sowie die Bereitschaft hervorgerufen, in dieses Thema zu investieren. Das Ziel ist, das Potential von Industrie 4.0 in den Produktionsanlagen voll auszuschöpfen.
          In diesem Vortrag werden die Herausforderungen und Aktivitäten für 2019 angesprochen, u.a. der Schritt zu verifizierten NOA-Produkten und zur Umsetzung nachhaltiger NOA-Lösungen in unseren Produktionsanlagen. Daher wird die strategische Zusammenarbeit von Anwendern und Herstellern als generelle Förderung von NOA und als Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg dargestellt. Gemeinsame weitere Schritte für einige wesentliche NOA-Funktionalitäten - das NOA-Informationsmodell, die NOA-Diode und die Security Architekturen sowie die Monitoring and Optimization Sensorik - werden im Einzelnen erörtert.

        • FDI Innovationen – Semantik und HTML5
          M. Maurmaier, Siemens
          EIN Gerät, EIN Package, ALLE Host Systeme - diesem Ziel kommt Field Device Integration (FDI) immer näher. Die Zahl der Host Systeme mit FDI Unterstützung und der FDI Packages wächst. Während die Markteinführung Fahrt aufnimmt, entwickelt PI gemeinsam mit der FieldComm Group den Standard weiter. Noch im ersten Halbjahr 2019 wird die Version 1.2 des Standards veröffentlicht werden. Mit FDI 1.2 wird mit HTML5 eine neue, zukunftssichere User Interface Plugin Technologie eingeführt und mittels semantischer Erweiterungen die Geräteintegration auf ein neues Level gehoben.
          In diesem Vortrag werden diese zentralen Innovationen vorgestellt. Anhand einiger Beispiele wird aufgezeigt, wie mittels FDI bewährte Feldbustechnologien wie PROFIBUS PA und neue Technologien wie HTML5 und OPC UA  mit semantischen Erweiterungen nahtlos ineinandergreifen und neue Möglichkeiten der Geräteintegration erschließen.

        • Ethernet - Advanced Physical Layer:  Konzept und Status 
          Dr. J. Hähniche, PNO / PI
          Die Prozessautomatisierung befindet sich in einer Transformation hin zum digitalen Zeitalter. Was bedeutet dies konkret? In bestehenden Anlagen, in denen meistens die konventionelle Analogtechnik in Kombination mit der HART Technologie zum Einsatz kommt, kann Digitalisierung nur bedingt erreicht werden. Die NAMUR verfolgt mit dem NOA Ansatz (NAMUR Open Architecture) das Ziel, sowohl in Bestands- als auch in Neuanlagen zusätzliche Informationen aus der Sensorik/Aktuatorik für Monitoring und Optimierung bereitzustellen. Um eine durchgängige Integration der Feldebene zu erreichen, werden neuartige Kommunikationstechnologien benötigt, die sowohl die Bandbreite als auch die Durchgängigkeit sicherstellen. Ethernet basierte Lösungen bieten die Offenheit aber auch die erforderliche Bandbreite für die Integration. In dem Beitrag wird ein Überblick über Inhalt, Ziele und Status des Ethernet- Advanced Physical Layer Projektes gegeben. 

          Industrie 4.0 im Beispiel (20. März 2019, 15:30 Uhr)

          Mod.: A. Laubenstein, ABB

          • Industrie 4.0 - Nutzen von Feldgerätedaten in der Cloud
            K. Büttner, Endress+Hauser
            Spricht man von IIoT, wird immer von Daten gesprochen, die einem wertvolle Einblicke in den laufenden Prozess liefern können. Was aber sind "die Daten", wer liefert diese und wie bekommt man eine Verbindung von Feld bis in die Cloud zustande? Und welche Daten kann man überhaupt erwarten?
            Im Vortrag wird eine realisierte Lösung vorgestellt und live die Schritte von der Aufnahme eines Assets in die Cloud bis hin zur Auswertung der Diagnose gezeigt. Darauf aufbauend können dann unter anderem die ersten Szenarien zur vorrausschauenden Wartung realisiert werden.

          • Nutzung von Smart-Sensor-Daten ohne zusätzliche OT-Netzwerkbelastung
            R. Heidl, Indu-Sol | Dr. M. Todtermuschke, Fraunhofer IWU
            Im zyklischen Telegrammverkehr zwischen Controller und Devices gibt es neben den I/O's eine Vielzahl von Daten, welche für die eigentliche Automatisierungsaufgabe von der Steuerung nicht benötigt werden. Diese Daten können zur Erzeugung von Mehrwerten lokal, bzw. global, genutzt werden, ohne zusätzlichen Telegrammverkehr im OT-Netzwerk zu erzeugen und ohne die knappen Speicher- und Rechenleistungsressourcen der Steuerung, sowie der Devices zu beanspruchen.
            Im Beispiel wird über einen passiven TAP der PN-Telegrammverkehr einer Schweißanlage abgegriffen, um daraus Angaben zur Leistungsaufnahme von Verbrauchern wie z.B. Roboter-/Schweißsteuerungen, Frequenzumrichter und Netzteilen zu gewinnen. Anhand dieser Daten wird der im Einspeiseschrank verbaute Energiezähler virtuell nachgebildet, so dass er bei künftigen Anlagen nicht mehr benötigt wird. Weiterhin werden die Einzel-, sowie die kumulierten Verbräuche visuell aussagekräftig dargestellt, um künftig Belastungsspitzen zu vermeiden.

          • IIoT wireless Anwendungen
            T. Schildknecht, Schildknecht
            Das industrielle Internet-of-things ist ohne Funkübertragungen nicht denkbar. Aus einem breiten Technologieangebot von WLAN, Bluetooth, Zigbee über LPWAN Technologien wie Sigfox, LoRa, Mioty bis zu WAN Mobilfunktechnologien 2G bis 4G NB-IoT und künftig 5G gilt es für jede industrielle Anwendungen eine geeignete auszuwählen. Der Vortrag beschreibt und vergleicht die einzelnen Wireless Technologien sowie deren spezifischen Vor - und Nachteile.
            Es wird gezeigt wie geeignete IIoT Strukturen vom Sensor bis zur Cloud/Portalanbindung realisiert werden können und welche Anforderungen aus der industriellen Praxis an diese Strukturen gestellt werden.
            Umgesetzte Anwendungen aus der Fertigungsautomation, Logistik, Transportation mit wireless PROFIBUS, PROFINET und PROFIsafe sowie IIoT Anwendungen mit z.B. IO-Link Sensoren oder Steuerungen die über Funk ihre Daten an Portale für predictive maintenance senden runden den Vortrag ab.

            Neue Technologiefelder (20. März 2019, 15:30 Uhr)

            Mod.: H. Krattenmacher, SEW

            • Autonome Systeme & Robotik
              K. Petersen, Mitsubishi
              Durch die Digitalisierung haben altbekannte Technologien neue Bedeutung gewonnen. Erfahren Sie wie KI- und AGV-Technologien die Robotik noch flexibler werden lassen und wie wichtig das gewählte Geschäftsmodell dabei ist. Eigenentwicklung, Partnerschaft? Klassische Ansätze, deren richtige Auswahl noch wichtiger wird, blickt man auf die immense Geschwindigkeit, mit der technologische Trends heute auf dem Vormarsch sind.

            • Vorstellung ZVEI ArGe 5G-ACIA
              A. Bentkus, ZVEI
              Einer der Hauptunterschiede zwischen 5G und früheren Generationen von Mobilfunknetzen ist der starke Fokus von 5G auf die Maschinentypkommunikation und das IoT. Dies ist der Wegbereiter für zahlreiche neue Anwendungsfälle und Anwendungen in vielen verschiedenen vertikalen Bereichen und insbesondere in der industriellen Fertigung und Produktion. Um sicherzustellen, dass die spezifischen Bedürfnisse und Anforderungen umgesetzt und genutzt werden, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den Domänen (OT- und ITC-Industrie) erforderlich.
              Die 5G-Alliance for Connected Industries and Automation (5G-ACIA) wurde im Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) als Arbeitsgemeinschaft eingerichtet, um als zentrales und globales Forum relevante technische, regulatorische und geschäftliche Aspekte in Bezug auf 5G für den industriellen Bereich anzusprechen, zu diskutieren und zu bewerten.

            • Detecting PROFINET potential dangerous operation: Lesson learned
              Dr. A. Manzi, Forescout

              Nowadays, security is one of the main trend topics in Industry 4.0.
              The advent of digital transformation is rapidly changing factories thanks to the rapid advancement of technological capabilities.
              For this reason, the security issue cannot be further ignored. The accessibility provided by PROFINET simplify and facilitate the communication between systems and devices. However, an attacker with access to the network could access all of the nodes.
              The lecture presents the detection of PROFINET potential dangerous operations in some real use case scenarios. It also discusses the lesson learnt from the field providing, at the same time, recommendations.