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den, was ca. 20 Minuten pro Remote-I/O er-  während sich die Fehlerquote bei Remote-I/Os
                                          fordert. Wegen der direkten Einbindung der   durch weniger Rangierungen halbiert und bei
                                          APL-Feldgeräte ist zwar zunächst ein höherer   Ethernet-APL die Fehlerquote null sein wird.
                                          Aufwand nötig, der sich aber durch die verein-
                                          fachte Handhabung und die schnellere Daten-  POSITIVE AUSWIRKUNGEN
                                          rate auf 5 Minuten pro Gerät und 3 Minuten   IM BETRIEB
                                          pro Field-Switch reduziert. Die Konfiguration
                                          gelingt  mit  Ethernet-APL  wesentlich  schnel-  Für Ethernet-APL spricht außerdem, dass es
                                          ler, da sich die Daten bis zu zehnmal schneller   eine Enabling-Technologie für NOA (NAMUR
                                          auslesen und laden lassen. Während die Kon-  Open Architecture) ist. Damit lassen sich gro-
                                          figuration eines 4-20 mA-Feldgerätes ca. 30   ße Datenmengen direkt aus dem Feld über
                                          Minuten pro Gerät dauert, benötigt man bei   PROFINET ausschleusen – und dies direkt
                                          Ethernet-APL nur 5 Minuten pro Gerät.  herstellerneutral im einheitlichen PA-DIM-
                                                                             Format. Bei Einsatz konventioneller Technik ist
                                          RASCHERE INBETRIEBNAHME            dies nur mit hohem Hardware-Aufwand über
                                                                             HART-Multiplexer und einem Field Device
                                          Die Inbetriebnahme umfasst die Funktions-  Manager mit NOA-Schnittstelle realisierbar.
                                          prüfung der PLT-Stellen sowie die Korrek-
                                          turmaßnahmen bei fehlerhafter elektrischer   Dadurch können mehr und schneller Diag-
                                          Installation. Bei den 4-20-mA-Varianten sind   nosedaten zur  Verfügung gestellt werden.
                                          ein  Leitsystemtechniker  im  Schaltraum  und   Zudem kann die Diagnose über das AMS, den
                                          ein Stellenprüfer im Feld erforderlich, was   Controller oder auch über den Web-Server der
        In dieser Anlage wurde Ethernet-APL mit
        klassischen Konzepten verglichen.   zweimal 30 Minuten pro PLT-Stelle erfordert.   Geräte gefahren werden. Ein weiterer Vorteil ist
                                          Bei Ethernet-APL genügt eine Person, da sich   das herstellerunabhängige Plug-and-Produce,
                                          die Geräte selbst melden und der Aufwand   bei dem sich Feldgeräte dank generischer Ge-
       riante B durch den Einsatz von Remote-I/Os   auf 10 Minuten pro PLT-Stelle reduziert wird,   rätetreiber  (PA-Profil  4)  ohne  Neukonfigurati-
       nur 15 Minuten benötigt. Bei Ethernet-APL   wobei durch den  Wegfall der Grenzwert-  on austauschen lassen. Anwender profitieren
       müssen bei verpolungssicheren Anschlüs-  schalter auch weniger Loops zu prüfen sind.   damit schon heute von erheblichen Einspa-
       sen die Adern nicht einzeln dokumentiert                              rungen im Engineering, in der Installation,
       werden.  Somit  ist  es  möglich,  die  Feld-   Hinzu kommt, dass der Einsatz von Ethernet-  Integration und Inbetriebnahme. Und auch
       installation mit einer PLT-Stellenliste zu de-  APL  Verpolungsfehler verhindert, da sich die   im Betrieb sind effizientere Produktionen,
       finieren, die pro Gerät die wichtigsten Infor-  Kabel am Feldgerät polaritätsunabhängig an-  weniger Ausfälle und ein geringerer Instand-
       mationen spezifiziert. Hierfür können 5 Minu-  schließen lassen. Im Gegensatz dazu treten   haltungsaufwand zu erwarten.
       ten je PLT-Stelle angenommen werden.   bei der konventionellen Technik erfahrungsge-  Alen Mahendrarajah, Sedat Yildirim,
                                          mäß Fehler bei etwa 10 % der Messstellen auf,   Prof. Dr. Norbert Große, PLT-Labor, TH-Köln
       SCHNELLERE INSTALLATION
                                             NOA NIMMT FAHRT AUF
       Die Installation im Schaltraum ist bei 4-20 mA
       am aufwändigsten (rund 470 Stunden), wäh-
       rend bei 4-20 mA mit Remote I/Os im Feld   Seit Sommer 2025 treibt PI die Standardisierung von NOA (NAMUR Open Architecture) voran.
       die Kosten durch leichtere PROFIBUS-Kabel   Gemeinsam mit Anwendern der Prozessindustrie werden offene Schnittstellen spezifiziert,
       und weniger Leitungen sinken. Ethernet-APL   um Prozesswerte aus der Anlage sicher auszuleiten. Kernelemente sind:
       verwendet eine Kombination aus PROFINET-    Sicherheit: Datentransport außerhalb des (weitestgehend unveränderten) Automatisie-
       Kabeln und Lichtwellenleitern, wobei die   rungsnetzwerks über gesicherte, verschlüsselte Verbindungen.
       aufwändigere Installation der empfindlichen     Effizienz: Einheitliches Informationsmodell PA-DIM.
       Lichtwellenleiter zu etwas höheren Kosten     Rückwirkungsfrei: Datendiode sorgt dafür, dass keine Daten von außen in die Anlage ein-
       als bei Variante B führt. Bei 4-20 mA mit Re-  dringen können, sondern nur ein Transport „nach oben“ möglich ist.
       mote I/Os und Ethernet-APL reduziert sich     Eingriffe in die Anlage von außen sind möglich über VOR (Verification of Request), wobei
       dieser Aufwand auf ca. 2 Stunden, da nur   fallspezifische Freigabemechanismen hinterlegt werden.
       noch wenige Komponenten in der Leitwarte   Gesteuert vom übergeordneten NOA-Komitee haben sich inzwischen verschiedene
       installiert werden müssen.           Arbeitskreise synchronisiert, um noch in diesem Jahr
                                            einen ersten Entwurf von Spezifikation und Richtlinien
       Bei den Varianten A und B werden die HART-  zu veröffentlichen.
       Feldgeräte über ein Remote-I/O eingebun-

                                                                                           PI-Magazin 1/2026  13
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