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Vorträge - Technik im Detail

TSN im Detail (20. März 2019, 9:00 Uhr)

Mod.: G. Leßmann, Phoenix Contact

  • TSN Basics, Engineering
    G. Steindl, Siemens | G. Leßmann, Phoenix Contact
    Unter dem Oberbegriff "Ethernet TSN" wird eine Sammlung von IEEE Standards vereinigt, die das Potenzial haben die Kommunikation mit geeigneten Geräten robuster und echtzeitfähiger zu machen.
    Der Vortrag erklärt in verständlicher Weise, warum Ethernet heute nicht echtzeitfähig und absolut robust ist, und wie ausgewählte IEEE Standards grundsätzlich helfen das Problem zu lösen. Er bildet die Grundlage für den folgenden Vortrag "TSN bei PROFINET"

  • Bits und Bytes von PROFINET mit TSN
    G. Steindl, Siemens | G. Leßmann, Phoenix Contact
    Aufbauend auf dem vorherigen Vortrag "TSN Basics" wird in verständlicher Weise erklärt, welche Features aus den TSN IEEE-Standards bei PROFINET@TSN genutzt werden und wie diese Nutzung erfolgt.

  • Feldgeräte-Architektur mit TSN
    V. Goller, Analog Devices
    Bei der Entwicklung von Feldgeräten spielen viele Faktoren eine Rolle. Entwicklungskosten, Safety, Security, Performance um nur Einige zu benennen. Wie wird TSN diese Faktoren und damit die Entwicklung von Feldgeräten beeinflussen? Oder ändert sich überhaupt etwas?
    Der Vortrag zeigt an wesentlichen Merkmalen eines Feldgerätes auf, wo TSN Neuerungen bringt und wo Potenzial für Innovationen besteht.

Security-Erweiterungen für PROFINET (20. März 2019, 9:00 Uhr)

Mod.: Prof. Dr. F. Klasen, PNO / PI

  • Technische Anforderungen
    D. Gebert, Siemens
    Der allgemeine Trend einer immer durchgängigeren Kommunikation setzt sich auch zunehmend bis in die Feldebene fort. So werden neben PC- oder Steuerungssystemen immer häufiger auch intelligente Feldgeräte direkt an überlagerte IT-Systeme angebunden. Die bisherigen PROFINET Security-Konzepte kommen dadurch an ihre Grenzen, so dass ergänzende, integrierte Security-Mechanismen für PROFINET Komponenten erforderlich sind. Dieser Vortrag beleuchtet die Anforderungen für die aktuell definierten PROFINET Security-Erweiterungen, die sowohl eine sichere Kommunikation bereitstellen sollen, dabei aber die gewohnte Hantierung und Performance möglichst nicht beeinträchtigen sollen.

  • Lösungskonzepte
    O. Pfaff, Siemens
    Eine kryptographische Absicherung von Automatisierungssystemen soll die wesentlichen Eigenschaften dieser Systeme erhalten. Dieses Prinzip resultiert in Anforderungen an die Sicherheitslösung, die von wohlbekannten Sicherheitstechnologien aus der IT nicht oder nur teilweise erfüllt werden, da diese für andere Einsatzbedingungen entworfen wurden.
    Damit werden eigenständige Sicherheitsarchitekturarbeiten erforderlich. Um eine Lösung für automatisierungsfreundliche, State-of-the-Art Sicherheit zu liefern sind einerseits einschlägige Basismechanismen wiederzuverwenden - etwa Algorithmen zur Ver-/Entschlüsselung oder Authentizitätsprüfung von Daten. Andererseits muss deren Zusammenwirken neu komponiert werden.
    Dieser Beitrag stellt die Architektur der Security-Erweiterungen für PROFINET vor und erklärt ihre Komposition, Konzeption und Wirkung. Zudem konkretisiert der Beitrag die oben genannte Soll/Ist-Abweichung von IT-Sicherheitstechnologien anhand wichtiger Beispiele.

  • Einblicke aus der Perspektive von Betreibern, Herstellern und der PNO
    A. Walz, Hochschule Offenburg
    Die Sicherstellung von Datensicherheit im industriellen Umfeld erfordert in der Regel das koordinierte Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Akteure. Die notwendigen Beiträge zur erfolgreichen Umsetzung der Security-Erweiterungen für PROFINET verteilen sich entsprechend u.a. auf Anlagenbetreiber, Gerätehersteller, Stack-Entwickler und die PNO. Die Aufteilung wird dabei durch das Security-Konzept von PROFINET klar definiert. Der Vortrag liefert technische Einblicke in die Security-Erweiterungen für PROFINET und nimmt hierzu die Perspektiven der unterschiedlichen Beteiligten ein. Anhand von Beispielen wird aufgezeigt, welche Maßnahmen durch die jeweiligen Akteure umzusetzen sind.

PROFINET und OPC UA (20. März 2019, 11:00 Uhr)

Mod.: C. Behler, Mitsubishi

  • Controller-Controller Kommunikation mit OPC UA
    M. Schlittenbauer, Siemens
    Der Austausch komplexer Datenstrukturen zwischen Steuerungen ist in der heutigen Automatisierungswelt eine alltägliche Anforderung in der Welt von Industrie 4.0 und Machine-to-Machine (M2M)-Anwendungen.
    Die offene OPC UA Technologie bietet mit einem modellierbaren objektorientieren Informationsmodell die Möglichkeit semantische Informationen sicher, herstellerübergreifend und feldbusunabhängig auch horizontal zwischen Steuerungen auszutauschen.
    Der Beitrag zeigt die Möglichkeiten von OPC UA am Beispiel einer sicheren OPC UA Client/Server Kopplung von Steuerungen und gibt einen Ausblick auf OPC UA PubSub.

  • Anlagenweite funktionale Sicherheit mit Safety over OPC UA
    Dr. M. Walter, Siemens
    Kaum eine Maschine oder Anlage kommt heute ohne Sicherheitsfunktionen aus. Gleichzeitig gibt es den Trend, komplexe Automatisierungsaufgaben auf mehrere Maschinen oder Module aufzuteilen, deren Steuerungen untereinander kommunizieren.
    Mittel der Wahl dieser Controller-to-Controller-Kommunikation ist OPC UA, jedoch fehlte bisher ein funktional sicheres Kommunikationsprotokoll, wie man es von der Feld-Ebene kennt.
    Diese Lücke schießt die neue Spezifikation "Safety over OPC UA", die in Kürze erscheinen wird. Sie basiert technisch auf den bewährten Prinzipien von PROFIsafe. Es gilt also weiterhin: Ein einziges Kabel für die Standardkommunikation und die sicherheitsbezogene Kommunikation.
    Zusätzlich bietet Safety over OPC UA neue Features für den dynamischen Verbindungsaufbau, der völlig neue Safety-Konzepte in Bereichen wie modulare Maschinen oder autonome mobile Roboter ermöglichen wird.

  • Mapping von PROFINET auf OPC UA
    Dr. A. Uhl, Siemens | T. Rummel, Softing
    OPC UA als Middleware ist eine der Säulen der I4.0 Architektur. Auch ist OPC UA heute der defacto Standard für den interoperablen Informationsaustausch von der Feldebene in die Leitebene. Mit seinem robusten objektorientierten Informationsmodell und der Plattformunabhängigkeit ist OPC UA aktuell die effizienteste Möglichkeit semantische Informationen in einer Fabrik auszutauschen. Deshalb ist OPC UA ein perfektes Hilfsmittel zur Verbesserung der vertikalen Integration in PROFINET Systemen.
    Wie die in PROFINET definierten Informationsmodelle auf OPC UA abgebildet werden, ist in der „OPC UA for PROFINET“ Companion Spezifikation, einer Gemeinschaftsarbeit der PI mit der OPC Foundation beschrieben. Vorgestellt wird das PROFINET Modell zusammen mit dem in der Arbeitsgruppe entwickelten „Facetten-Modellierungsverfahren“. Adressiert werden hierbei insbesondere Mehrwertthemen im Bereich der Use Cases „Asset Management“ und „Diagnose“, die im Rahmen einer praktischen Demonstration gezeigt werden.

IO-Link Innovationen (20. März 2019, 11:00 Uhr)

Mod.:  E. Büchler, Balluff

  • Perspektiven von IO-Link-Wireless
    Dr. R. Heynicke, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
    Mit der Erweiterung des IO-Link-Standards um zu IO-Link Wireless werden auch bei wireless die minimalen Zykluszeiten von 5 ms lediglich mit einer Wahrscheinlichkeit von 1E-9 überschritten. Hierzu wird die Ausbreitung der Funkwellen in den industriellen Umgebungen durch geeignete Maßnahmen Rechnung getragen. Die Reflektions- und Abschattungsbereiche an bewegten oder statischen metallischen Objekten führen zu ständigen Veränderungen der Verbindungsqualität, die jedoch gewissen Gesetzmäßigkeiten unterliegen. Deren Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit der IO-Link Wireless-Systeme wird durch spezifische Folgen von genutzten Frequenzkanälen entscheidend unterstützt. Um eine herstellerübergreifende Interoperabilität der IO-Link Wireless-Systeme zu garantieren wird ein Zugriffsverfahren mit streng deterministischen Verhalten eingesetzt. Berücksichtigt wird hier auch, dass mehrere Master einerseits in einer Fertigungszelle als auch andererseits in benachbarten Fertigungszellen betrieben werden können.

  • IO-Link Safety sorgt für Digitalisierung bis zum kleinsten Sicherheitsteilnehmer
    Dr. W. Stripf, ACS
    IO-Link hat sich seit einigen Jahren sehr erfolgreich in vielen Applikationen weltweit bewährt und sich einen Ruf als wichtiger Bestandteil für Industrie 4.0 verschafft. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um auch die vom sicheren Feldbus nicht erreichten Sicherheitsgeräte mit einer Kommunikationsanbindung zu versehen und damit deren Digitalisierung zu ermöglichen.
    IO-Link Safety stellt die dafür notwendigen Mittel zur Verfügung und bietet darüber hinaus eine Übergangstechnologie vom schaltenden Sicherheitssensor mit OSSD  zur sicheren Kommunikation. Die über IODD standardisierte Parametrierung kommt diesen Geräten ebenfalls zugute.
    Das Konzept ist von IFA und TÜV-SÜD positiv bewertet worden.

  • IO-Link Integration mit OPC UA
    M. Tiegelkamp, TE Connectivity
    IO-Link als hersteller-unabhängiges Punkt-zu-Punkt Protokoll für Sensorik/Aktorik entwickelt sich weiter sehr erfolgreich.
    Die optimalen Integrationen von IO-Link Master Geräten in die etablierte Landschaft des PROFINET-Feldbusses sowie in OPC UA als offene Schnittstelle für "Sensor-to-Cloud" Anwendungen sind daher wichtige Anforderungen der Endanwender wie z.B. im Maschinenbau.
    Wichtige Use Cases werden ebenso dargestellt wie die nahtlose Integration in die Kommunikationsprotokolle am Beispiel OPC UA sowie den Status der dazu notwendigen Arbeiten in der Standardisierung.

  • IO-Link Profile
    W. Wiedemann, Murrelektronik | M. Walther, ifm

    In der Präsentation wird in einem theoretischen und praktischem Teil folgende Funktionalität vorgestellt:
    Auch wenn derzeit eine Vielzahl von IO-Link-Sensoren zur Verfügung stehen, haben sie viele funktionelle Gemeinsamkeiten (Identifikation, Diagnose, Prozessdatenvariablen, Schaltsignalkanal, Teach-in). Smart Sensor Profile nutzen diese Gemeinsamkeiten. Die Einführung von SSP ermöglicht eine bessere Steuerung der verschiedenen Komponenten, so dass IO-Link-Sensoren schneller und flexibler integriert werden können als je zuvor.

Semantik und Profile (20. März 2019, 13:30 Uhr)

Mod.:  H. Hammon, Siemens

  • PA Profil- herstellerübergreifender Gerätetausch
    H. Flämig, Siemens
    Zu den unvermeidbaren und von Anlagenfahrern bzw. Wartungstechnikern ungeliebten Situationen in einer Prozessanlage gehört der Austausch von Feldgeräten gegen Geräte gleichen Messprinzips im laufenden Betrieb. Wenn dann insbesondere nicht die gleiche Version des Gerätes oder sogar kein Gerät des gleichen Herstellers verfügbar ist, könnte der Gerätetausch zur Herausforderung werden. Der mechanische Einbau des Tauschgerätes in die Anlage mag noch problemlos sein, seine funktionale Integration in das Leitsystem jedoch erfordert Detailwissen über Feldbustechnik.
    Mit dem bewährten „PA-Geräteprofil“ hat PI dieses Problem gelöst: Profil-Geräte mit gleichem Messverfahren verfügen dank des Profils über eine gemeinsame, für alle Geräte gleiche „Grundfunktionalität“, welche einen problemlosen Austausch ermöglicht und Änderungen im Leitsystem vermeidet. Die technischen Voraussetzungen, deren Standardisierung das PA-Profil zum Inhalt hat, werden in diesem Vortrag erläutert.
    Als Besonderheit wird der Gerätetausch an mehreren Coriolis-Durchflussmessern verschiedener Hersteller in einer realen Anlage live demonstriert.

  • Vom PI Applikationsprofil zum selbst beschreibenden Informationsmodell
    H. Hammon, Siemens
    Im Rahmen von Indusrie 4.0 ist die semantische Beschreibung von Daten eine notwendige Voraussetzung zur Erstellung generischer Informationsmodelle.
    Die PI Applikationsprofile für PROFIBUS / PROFINET beinhalten bereits semantische Definitionen. Heute wird dabei aus dem Zugriffsweg über PROFIBUS / PROFINET die Bedeutung der Daten abgeleitet.
    Sollen diese Daten zukünftig maschinell in z.B. Cloud basierten Applikationen genutzt werden, ist die genaue Kenntnis über die zu verarbeitenden Informationen unabhängig vom Zugriffsweg erforderlich.
    Der Vortrag zeigt am Beispiel der aktuellen Kooperation der PNO mit dem eCl@ss e.V., wie diese semantischen Beschreibungen erstellt werden können. Die bei der Definition, Nutzung und Pflege der semantischen Identifikatoren entstehenden Herausforderungen werden exemplarisch aufgezeigt.

  • Das Semantik Konzept von NOA
    Prof. D. Grossmann, Technische Hochschule Ingolstadt | F. Fengler, ABB
    Ein wesentlicher Baustein der NAMUR Open Architecture (NOA) ist das Informationsmodell. Das Informationsmodell definiert den Inhalt und die Struktur, über die Informationen von Feldgeräten auf der Basis von OPC UA zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus definiert NOA für die notwendigen Parameter Semantic Dictionary IDs nach IEC 61987 CDD. OPC UA wurde um Semantic Dictionary IDs erweitert, so das eine Referenzierung auf ein Common Data Dictionary, z.B. IEC 61987 CDD möglich ist. Der Beitrag zeigt die generelle Struktur des Protokoll-unabhängigen Informationsmodels, PA-DIM (Process Automation Device Information Modell) basierend auf NAMUR Device Core Parameter, Device Health Diagnostics und Identifcation Name Plate sowie die Verknüpfung zu den Semantic Dictionary IDs des Common Data Dictionary IEC 61987. Das Common Data Dictionary definiert die Semantik der einzelnen Properties (Parameter) unabhängig vom Kommunikationsprotokoll. Ein Anwendungsbeispiel rundet den Beitrag ab.

Ethernet-APL erklärt (20. März 2019, 13:30 Uhr)

Mod.: A. Hennecke, Pepperl+Fuchs

  • Das APL Projekt
    S. Lüder, Siemens
    Ethernet bis zur Feldebene ist eine Vision vor dem Hintergrund neuer technologischer Entwicklungen wie dem Industrial Internet of Things und der deutschen Industrie 4.0-Initiative. Beide haben neue Paradigmen eingeführt, um Anwendungen auf Basis digitaler Echtzeitdarstellungen von nahezu jedem Objekt zu ermöglichen. Zudem stehen Automatisierungshersteller durch Konzepte, wie z.B. der NAMUR Open Architecture (NOA), vor der Herausforderung, einfache, performante und dabei sichere Zugriffswege bis in die Feldebene zu schaffen.

    Bei der Realisierung neuer datenintensiver Anwendungen stößt man dabei schnell an die Grenzen heutiger Feldbusschnittstellen. Für die Prozessindustrie der Zukunft bedarf es daher eines Netzwerkstandards, der in der Lage ist, Prozessdaten von Geräten über Kommunikationssysteme mit der Geschwindigkeit und Flexibilität von Standard-Ethernet und darauf aufbauenden Kommunikationsprotokollen zu übertragen..

    Ethernet-APL überwindet die Restriktionen bisheriger Feldbuslösungen und ermöglicht den Einsatz Ethernet-basierter Protokolle bis zu den Feldgeräten, im Ex-Bereich und darüber hinaus.

  • Phase 1: 10 Mbit Technologie
    G. Rogoll, Pepperl+Fuchs
    • Kabellänge 1000 m
    • Optionale Speisung
    • Explosionsschutz – insbesondere Eigensicherheit
    • 10 Mbit, 300 Mal schneller als das schnellste bisherige Protokoll

    Der Vortrag zeigt die dazu definierte unterliegende Technologie, den Stand der Definitionen sowie die Implementierung aus Sicht des Geräteherstellers. Speziell die Zündschutzart Eigensicherheit kann nativ mit den Herstellern bekannten Verfahren realisiert werden. Dargestellt wird die einfache praktische Anwendbarkeit in Bezug auf Interoperabilität durch Profile. APL realisiert die von Anwendern geforderten Kriterien für eine einfache Planung und Validierung von Installationen in jedem explosionsgefährdeten Bereich.

  • Phase 2: 100 Mbit Technologie
    H. Müller, Endress+Hauser
    Die Umsetzung einer 2-Draht Ethernet-Technologie mit 10 Mbps (APL Phase 1) wird es ermöglichen, selbst einfache Temperatur- oder Drucktransmitter mit einer Ethernet- Schnittstelle auszustatten. Es gibt jedoch zusätzliche Anwendungen bzw. Geräte in der Prozessindustrie, bei denen eine geringe Leistungsaufnahme nicht entscheidend ist, für die aber eine höhere Performanz im Vordergrund steht. Daher beschäftigt man sich mit der zukünftigen Machbarkeit einer 100 Mbps-Lösung im Rahmen der APL-Aktivitäten. Diese Technologie soll aber kein Ersatz, sondern eine Ergänzung zur 10 Mbps -Technologie sein. Das Ziel lautet daher, dass sich Geräte mit einer 10 bzw. 100 Mbps schnellen Schnittstelle in der gleichen einfachen Art und Weise integrieren lassen, wie das heutige Ethernet-Technologien für unterschiedliche Geschwindigkeiten auch tun (10/100/1000 BASE-T). Dabei wird die zu verwendende Geschwindigkeit automatisch zwischen den verbundenen Geräten ausgehandelt. Diese neue Technologie soll gleich zur Phase 1 (IEEE 802.3 cg Standard) bei IEEE in einem neuen Standard für 100 Mbps zukünftig standardisiert werden.
    Der Vortrag zeigt den aktuellen Stand der Phase 2: 100 Mbps
    • Status IEEE 100 Mbps zukünftige Standardisierung
    • Status Forschungsprojekt Phase 2 100 Mbps
    • Interoperabilität der Phase 1: 10 Mbps mit Phase 2: 100 Mbps
      • Optionale Speisung
      • Explosionsschutz

Future Wireless - 5G (20. März 2019, 15:30 Uhr)

Mod.: Dr. J. Hähniche, PNO / PI

  • Wireless im Überblick in FA und PA
    F. Hakemeyer, Phoenix Contact | Dr. W. Thoren, Endress+Hauser
    Industrie 4.0 verlangt nach immer genauerer Kenntnis des Fertigungs- und Produktionsprozesses. Nur so lassen sich Produktionen optimieren und Zustände von Anlagen zuverlässig prognostizieren. Es werden hohe Anforderungen an Flexibilität, Mobilität und Einfachheit der Lösungen gestellt. Um diesen gerecht zu werden, sind drahtlose Übertragungen unabdingbar und vielfach im Einsatz. Der Vortrag stellt die Entwicklung von Funkanwendungen in der Fertigungs- und Prozessautomation anhand konkreter Anwendungsfälle dar. Dabei werden die besonderen Bedingungen in industriellen Umgebungen und spezifischen Branchen betrachtet. Ein Ausblick in die Zukunft, in der 5G eine wichtige Rolle spielen wird, wird auch nicht fehlen.

  • Möglichkeiten und Herausforderungen bei 5G
    J. Eichinger, HUAWEI

    5G wird jetzt Realität. Die erste Phase (Rel 15) der Standardisierung ist abgeschlossen und die zweite Phase (Rel 16) wurde kürzlich gestartet. 5G hat einen sehr breiten Anwendungsbereich und Ziele, die neben verbessertem Mobile Broadband (eMBB) auch URLLC (ultrahohe Zuverlässigkeit und niedrige Latenzkommunikation) unterstützen. Es werden Diskussionen über die Killeranwendungen geführt, seit die Idee von 5G geboren wurde. Industrie 4.0 und V2X (Vehicle-to-x) Kommunikation wird das Potenzial haben, Killeranwendungen von 5G zu werden.

    In der Präsentation werden die erforderlichen 5G-Technologien erläutert. Sie zeigt Beispiele, wie 5G verwendet werden kann und wie die flexible Service-basierte Architektur von 5G den Anforderungen der Fabrik der Zukunft entspricht.

  • 5G - Das Netz für die Fabrik von morgen
    H. Schlütter, Telekom
    Mit der bevorstehenden Implementierung von 5G fordert die Industrie ein Mobilfunknetz, das den Ansprüchen an Industrie 4.0 Szenarien gerecht wird. Hohe Bandbreiten, sehr niedrige Latenzen und eine massive Vernetzung von Maschinen und Sensoren stehen im Vordergrund. Die Nachfrage nach privaten Netzen auf den Betriebsgeländen der Industrie steigt, damit nicht nur der schnelle Austausch von Informationen, sondern auch die Sicherheit produktionskritischer Daten gewährleistet ist.
    Telekom hat sich diesen Anforderungen schon heute angenommen und stellt, zurzeit auf LTE Basis, Campus Netze als Lösung bereit. Diese hybriden Netze kombinieren ein öffentliches und privates Netz. So wird zusätzlich zu den Anforderungen an ein privates Netz die Vernetzung mit Dienstleistern auf sichere Weise ermöglicht.

  • Industrial 5G: Zuverlässige Kommunikation für Industrie 4.0
    E. Kuk, Siemens
    Um den Startknopf für die intelligente Fabrik drücken zu können, braucht es neue Konzepte und Technologien – von der Produktion bis hin zur Intralogistik und zum Transportwesen. Anwendungen wie mobile Roboter in der Fertigung, autonome Fahrzeuge im Transport- und Logistikbereich, IIoT, Augmented-Reality-Applikation für Service- und Wartungstechniker und Virtual-Reality-Applikationen für die Anwender sind bereits im Gespräch. Doch all das stellt Anforderungen, bei denen heutige Netze schnell an ihre Grenzen stoßen würden.
    Die beispiellose Zuverlässigkeit und sehr niedrige Latenzzeiten sowie die umfassende IIoT- Konnektivität von Industrial 5G ebnen hier den Weg für richtungsweisende Anwendungen im industriellen Umfeld.
    Auf der Suche nach langfristig tragfähigen Kommunikationslösungen lotet Siemens deshalb jetzt das Terrain für Industrial 5G aus und setzt sich aktiv für die Entwicklung und technische Realisierung des neuen Standards ein. In diesem Vortrag wird der Weg zum Industrial 5G aufgezeigt.

Stecker Innovationen (20. März 2019, 15:30 Uhr)

Mod.:  A. Huhmann, Harting

  • Vielfalt statt Einfalt, immer die passende PROFINET Installationstechnik (M12 L & Push Pull M12)
    A. Huhmann, Harting
    Mit Ethernet kam in der Automatisierung die Konvergenz zu einer einheitlichen Kommunikations-Plattform. Mit I40 wird es bunt. Immer mehr zeigt sich, dass I40 dadurch gekennzeichnet ist, dass heterogene Systeme beherrscht werden.
    Die allgemeine Klammer ist die Kommunikation. Wenn hier Ethernet in reiner Form eingesetzt wird, verstehen sich alle. Wenn dazu noch einer der Physical Layer, die in mittlerweile diverser Ausführung von single Pair bis 4 pair zur Verfügung stehen, genutzt wird, dann läuft es. Dabei sind die einzelnen Physical Layer gar nicht kompatibel. Auch bei den Steckverbindern macht die Gleichmacherei gar keinen Sinn. Daher hat PROFINET für die relevanten Automatisierungsapplikationen die passende Installationstechnik und das damit verbundene eineindeutigen Steckgesicht, das  perfekt für die Applikation angepasst ist, wie der M12 Push Pull. Und da Automatisierung nur mit Power läuft, wird bei PROFINET diese immer gleich mit betrachtet, wie beim M12 L coded. 

  • Single Pair Ethernet in der Connected World
    S. Seereiner, Weidmüller
    Durch die zunehmende Digitalisierung und Verdrängung herkömmlicher Bussysteme wird Single Pair Ethernet die zukünftige Infrastruktur für das "Industrial Internet of Things" (IIoT) bilden.
    Im Gegensatz zu dem verbreiteten Gigabit-Ethernet mit vier verdrillten Adernpaaren, arbeitet Single Pair Ethernet mit nur einem Adernpaar. Dieses wird zum Senden und Empfangen von Signalen verwendet und kann zusätzlich auch eine Stromversorgung bis 60 Watt realisieren. Single Pair Ethernet Installationen haben einen deutlich geringeren Platzbedarf, was vor allem bei kompakten I/O-Geräteschnittstellen vorteilhaft ist. Außerdem bietet die einfache Installationstechnik, sowie kostengünstige Verkabelung Einsparungspotenziale bei der gesamten Netzwerkinfrastruktur.
    Der Vortrag skizziert mögliche Anwendungsfelder von Single Pair Ethernet in einer zukünftigen Connected PROFINET World. Anhand von Use-Cases werden Einsparungspotenziale bei der Infrastruktur aufgezeigt sowie der Stand der Normierung erläutert.