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PI standardisiert Ethernet im Feld der Prozessautomatisierung

Weber,
Die Anwendervereinigung NAMUR hat im Positionspapier „Ein Ethernet-Kommunikationssystem für die Prozessindustrie“ Anforderungen für den Einsatz von Ethernet im Feld aufgestellt. Diese betreffen unter anderem auch den Physical Layer. Zur Lösung dieses Themas entsteht im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts von namhaften Industrieunternehmen und Organisationen, an dem PI (PROFIBUS & PROFINET International) federführend teilnimmt, unter der Bezeichnung APL (Advanced Physical Layer) ein entsprechender Physical Layer für die Ethernet-basierte Kommunikation für den Einsatz im Feld prozesstechnischer Anlagen.

Basierend auf dem von der Arbeitsgruppe IEEE 802.3cg in Spezifizierung befindlichen neuen Ethernet Standard für 10Mbit/s über die 2-Draht Leitung und für bis zu 1.000 m inkl. optionaler Stromversorgung, hat sich das Projekt zum Ziel gesetzt, die notwendigen Festlegungen für den Einsatz des neuen Standards in explosionsgefährdeten Bereichen sowie Randbedingungen und Tools für Konformitäts- und EMV-Tests zu treffen. Darüber hinaus soll die Lösung im Rahmen von  Referenzdesigns und Pilotimplementierungen erprobt werden.

Im Zuge des weiteren Voranschreitens von Industrie 4.0 sowie IIoT wird sich Ethernet und damit einhergehend PROFINET in der Prozessautomatisierung etablieren. PROFINET ist schnell, leistungsfähig, flexibel und offen und bietet eine Reihe von Funktionen für die besonderen Aufgaben der Prozessindustrie. Dazu zählen optimale Redundanz-Mechanismen, Configuration in Run für den reibungslosen Gerätetausch im laufenden Betrieb sowie Zeitstempelung für die Aufzeichnung von Event-Sequenzen etc. Mit der Markteinführung von FDI als Integrationstechnologie und Bereitstellung des PA Profils 4.0 hat PROFINET zwei weitere wichtige Schritte in Richtung Prozessautomatisierung vollzogen.

Was derzeit noch fehlt, ist eine Lösung, mit der PROFINET-Geräte auch in Ex-Bereichen und in Zweileiter-Technik inklusive optionaler Stromversorgung über die Datenleitung eingesetzt werden können, ähnlich wie bei PROFIBUS PA. Und genau dies ist die technologische Ausrichtung des APL-Projekts.

Am Projekt sind neben PI elf namhaften Anbieter von Geräten und Systemen für Anlagen der Prozessautomatisierung ABB, Endress+Hauser, Krohne, Pepperl+Fuchs, Phoenix Contact, Rockwell Automation, Samson, Siemens, Stahl, VEGA und Yokogawa und die beiden Organisationen FieldComm Group und ODVA beteiligt.


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27/11/2017PI-APLfürProzess_2017_11_29.docxdocx67 KB
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