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PROFIdrive für PROFINET verfügbar
 
12.05.2006

PROFIBUS PROFIdrive PROFINET

Nürnberg, den 23.11.2005: Die PROFIBUS Nutzerorganisation e.V. (PNO) hat mit der im September 2005 veröffentlichten Version 4.0 des Antriebsprofils PROFIdrive einen Standard geschaffen, der sowohl auf PROFIBUS als auch auf PROFINET anwendbar ist. Das bei PROFIBUS bewährte PROFIdrive-Profil wurde unter Beibehaltung der Anwenderschnittstelle jetzt auch auf PROFINET abgebildet. Die Trennung von Applikation und Kommunikation ermöglicht sowohl für Gerätehersteller als auch für Anwender die problemlose Nutzung der PROFIdrive-Applikationen auf PROFIBUS oder PROFINET und damit die freie Auswahl des optimalen Kommunikationssystems.

 

Das Antriebsprofil PROFIdrive beschreibt die Antriebsschnittstelle aus Sicht der Steuerungsapplikation sowie deren Abbildung auf das Kommunikationssystem. Es deckt in sechs Applikationsklassen die Szenarien vom einfachen Frequenzumrichter bis zum hochdynamischen Servoantrieb ab. Nachdem sich PROFIdrive seit mehreren Jahren als Applikationsprofil für Antriebe mit PROFIBUS-Schnittstelle bewährt hat, ist es jetzt mit der Version 4.0 auch für Antriebe mit PROFINET-Kommunikation verfügbar. Das neue Profil ist gegenüber der bisherigen Version unverändert geblieben; hinzugekommen ist lediglich das Mapping auf PROFINET IO. Damit können Antriebe für PROFIBUS und PROFINET mit gleicher Profilimplementierung betrieben werden.

 

Diese Möglichkeiten werden seit langem vom Maschinenbau gefordert, denn sie erweitern die Flexibilität um einen weiteren Freiheitsgrad. Maschinenhersteller können so schnell und kostengünstig auf wechselnde Anforderungen des internationalen Marktes reagieren und damit ihre Wettbewerbsposition sichern oder ausbauen.

 

Die in PROFIdrive definierten Applikationsklassen umfassen sowohl Einfachanwendungen als auch hochperformante taktsynchrone Applikationen. Der taktsynchrone Betrieb von mehreren verteilten Geräten einer Motion Control-Applikation ist eine elementare Anforderung für ein modernes Antriebsprofil. Diese Eigenschaft hat einen großen Einfluss auf die Qualität von Motion Control-Systemen, speziell z.B. bei der Synchronisation von Bewegungen in Verbindung mit elektronischen Getrieben. Auf der SPS/IPC/DRIVES 2005 stellt die PNO erstmals eine taktsynchrone Applikation des PROFIdrive-Profils unter PROFINET mit IRT (Isochrone Real Time) vor.

 

Die Stabilität und Offenheit der Antriebsschnittstelle ist ein wichtiges Entscheidungskriterium für den Anwender. Um diese Anforderung zu erfüllen, wird das PROFIdrive-Profil V4.0 derzeit im Rahmen der laufenden Aktivitäten der Standardisierung von Antriebsschnittstellen in die IEC 61800-7 eingebracht.

By: Weber