Karlsruhe, den 26. September 2002:
Die PROFIBUS-Technologie zeichnet sich durch eine in allen Branchen einsetzbare konsistente und homogene Kommunikationslösung für die Automatisierungstechnik aus. Der optimale Einsatz wird durch unterschiedliche Applikationsprofile unterstützt, in denen das Zusammenwirken von Kommunikation, Übertragungstechnik und branchenspezifischen Anwendungsaspekten beschrieben ist.
Insgesamt arbeiten über 400 Mitarbeiter in 35 Arbeitskreisen intensiv an der Kerntechnologie für PROFIBUS als den einen Bus für alle Anwendungen. Diese kontinuierliche Anpassung an neue Anforderungen bedeutet für Anwender und Hersteller nicht nur Investitionsschutz, sondern auch Zukunftssicherung und profitables Wachstum mit PROFIBUS-Produkten über sehr viele Jahre.
In dem Profil PROFIsafe wird der sicherheitsgerichtete Betrieb von Feldgeräten (z. B. Not-Aus-Taster, Lichtgitter, Verriegelungen) über PROFIBUS mit den Steuerungen spezifiziert. Damit lassen sich auch für sicherheitsgerichtete Anwendungen die Vorteile der offenen Buskommunikation mit PROFIBUS nutzen: Standard- und sicherheitsgerichtete Daten werden über ein und denselben Bus übertragen. Hierdurch können erhebliche Kosteneinsparungen bei Inbetriebnahme, Engineering, Schulung und Wartung erzielt werden. Als einziges Sicherheitsbussystem unterstützt PROFIsafe intelligente Funktionen, wie z. B. Datendownload von der Steuerung hin zu intelligenten Endgeräten.
Mit dem neuen PROFIdrive Profil V3 wird auf Basis der DP-V2-Funktionen die Taktsynchronität bei zyklischem und azyklischem Datenaustausch erreicht. Im Rahmen dieses Profils werden sechs Anwendungsklassen definiert - vom einfachen Frequenzumrichter bis zum Servoregler. Jetzt können z. B. Lageregelkreise über den Bus geschlossen werden, so dass anspruchsvolle Bewegungssteuerungen ermöglicht werden. Derzeit arbeiten Antriebshersteller, PROFIBUS Competence Center und Systemhäuser zusammen, um PROFIdrive in Produkte für Servoantriebe zu implementieren. Damit werden Produkte mit PROFIdrive V3 auf breiter Basis dem Markt zur Verfügung gestellt. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Erweiterung des PROFIdrive Profils für die Verfahrenstechnik. Hierfür hat PROFIdrive in Verbindung mit VIK / NAMUR eine gemeinsame Richtlinie erarbeitet. Ziel ist es, die logische Funktion der klassischen Namurklemmleiste durch die in der VIK / NAMUR - PROFIdrive Richtline erarbeitete Busschnittstelle nachzubilden. Für den Anwender bietet dies den Vorteil, dass er PROFIdrive-Slaves austauschen kann, ohne die Anlage abschalten zu müssen.
PROFIBUS setzt sich intensiv für die Erschließung neuer Anwendungsgebiete ein. Beispiele dafür sind Profile für Wäge- und Dosiersysteme, Hydraulik, Niederspannungs-Schaltgeräte, Identifikationssysteme, Remote I/O und Geräte für die Halbleiterfertigung. Diese neuen Arbeitskreise werden von Herstellern wie Anwendern massiv unterstützt. Die insgesamt 14 Arbeitskreise - allein für die Erstellung von Anwenderprofilen - sind ein deutlicher Beweis für die Rolle von PROFIBUS als wichtiger Technologie-Treiber in der Automatisierungstechnik.
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