Karlsruhe, den 04. Juli 2005:
Die PROFIBUS Nutzerorganisation e.V. (PNO) hat die Weiterentwicklung der FDT-Technologie an die FDT Joint Interest Group (FDT JIG) übertragen. Diese hat jetzt eine überarbeitete Spezifikation fertiggestellt und in Abstimmung mit der PNO veröffentlicht.
In der neuen Spezifikation 1.2.1 wurden neben Klarstellungen auch wesentliche Anforderungen von Anwendern eingearbeitet. Viele dieser Anforderungen im Bereich Interoperabilität und Versionsmanagement stützen sich auf die von der NAMUR (Interessengemeinschaft Prozessleittechnik der chemischen und pharmazeutischen Industrie) in der Empfehlung NE 105 dokumentierten Punkte. Die Umsetzung einer der wichtigsten Anforderungen der Anwender, ein Styleguide zur einheitlichen Bedienung von bestimmten Geräteklassen, wird bis Ende August 2005 zur Verfügung stehen. Die PROFIBUS Nutzerorganisation e.V. ist als Kooperationspartner der FDT JIG in alle Reviews der neuen FDT-Spezifikation eingebunden.
Zusätzlich zu den bereits unterstützten Kommunikationsprotokollen PROFIBUS und HART sind nun Ergänzungen für die Anwendung von FDT mit Foundation Fieldbus und Interbus eingearbeitet und ebenfalls verfügbar. Derzeit wird in den Arbeitsgruppen der FDT JIG an den Spezifikationen für AS-interface und CIP (Common Industrial Protocol für DeviceNet und Ethernet/IP) gearbeitet. Die Arbeiten an CIP erfolgen in enger Abstimmung mit der ODVA (Open DeviceNet Vendors Association). Bis Ende 2005 sollen diese Ergebnisse ebenfalls zur Verfügung stehen.
Alle Testprozeduren und Zertifizierungsprozesse für DTMs (Device Type Manager) sind definiert und das zuständige Zertifizierungsbüro (Certification Office) seit April diesen Jahres operativ. Die Einreichung der FDT-Spezifikation zur internationalen Standardisierung bei der IEC wurde ebenfalls im April im Schweizer Nationalen Komitee beschlossen.
Die FDT-Technologie vereinheitlicht die Kommunikationsschnittstelle zwischen Feldgeräten und den Systemen. Die Besonderheit dieser Technik liegt darin, dass sie unabhängig vom eingesetzten Kommunikationsprotokoll sowie von der jeweiligen Software-Umgebung sowohl des Gerätes als auch des Leitsystems funktioniert. Somit ermöglicht FDT, beliebige Geräte über beliebige Systeme mit beliebigen Protokollen anzusprechen. FDT ergänzt somit die EDDL-Technologie.
Die FDT Joint Interest Group wird von den Organisationen AS-interface, ODVA, OPC Foundation, PACTware Consortium, PROFIBUS Nutzerorganisation und ZVEI unterstützt. Das Ziel der FDT Joint Interest Group ist die Akzeptanz und Nutzung der FDT-Technik in allen produzierenden Branchen der Fabrikautomatisierung, der Verfahrenstechnik und in Hybridanwendungen zu erreichen.
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