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I&M-Funktionen: neue Funktionalität bringt Vorteile für PROFIBUS-Anwender
 
19.04.2004
Germany

Karlsruhe, 19. April 2004:

 

Unter dem Begriff "Identification & Maintenance (I&M) Functions" führt die PROFIBUS Nutzerorganisation e.V. (PNO) eine neue Funktionalität für alle PROFIBUS-Geräte mit azyklischem Kommunikationskanal ein, die besonders für Anlagenbetreiber von großem Nutzen sein wird. Die I&M-Funktionen spezifizieren die Art und Weise, wie in den PROFIBUS-Geräten bestimmte, das Geräte beschreibende Daten (entsprechend einem Typenschild) einheitlich abgelegt werden müssen. Engineering-Tools können dann diese Daten auslesen und über einen auf dem PNO-Server zugänglichen Schlüssel interpretieren. Damit ist dann der Zugang zu allen für das Gerät wichtigen und aktuellen Informationen möglich.

Nachdem in der Vergangenheit in einigen PROFIBUS-Profilen bereits individuelle Auskunftsfunktionen, z. B. über den Hersteller, die Bestellbezeichnung, die Ausgabestände, usw., vereinbart waren, ist nun eine einheitliche und leistungsfähige Funktionalität spezifiziert. Ab Juli 2005 sind die I&M-Funktionen für sämtliche PROFIBUS-Geräte verbindlich. Die I&M-Funktion verbindet die gerätelokalen Daten mit zentralen, tagesaktuellen Informationen eines Herstellers für jedes individuelle Gerät über das Internet. Damit sind wesentliche Voraussetzungen für ein leistungsfähiges Asset-Management für PROFIBUS geschaffen worden.

Die "I&M Functions" bieten Raum sowohl für profilspezifische als auch herstellerspezifische Erweiterungen. Die Dekodierinformation zur Interpretation der aus den Geräten gelesenen Datensätze kann vom Engineering-Tool oder sonstigen Software-Paketen zentral vom PROFIBUS-Web-Server aus XML-Tabellen geladen werden. Sämtliche Informationen stehen damit auch im Off-Line-Betrieb (ohne Internet-Zugang) zur Verfügung. Über die gleichen Mechanismen ist gewährleistet, dass die Parameterbezeichnungen in unterschiedlichen Sprachen an der Benutzeroberfläche einheitlich dargestellt werden.

Bestandteil der gerätespezifischen Basis-Informationen ist zunächst eine eindeutige (Asset-) Identifikation über eine Hersteller-Identifizierung, die Bestellbezeichnung des Gerätes und seine individuelle Fertigungsnummer. Wichtige, zum Fertigungszeitpunkt verfügbare Informationen ergänzen die Asset-Identifikation. Hierzu gehören z. B. Hardware- und Software-Ausgabestände sowie die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Profil.

Sobald ein Gerät für eine bestimmte Aufgabe eingesetzt wird, ist natürlich gerade dieser Einsatzzweck für den Betreiber interessant. Hierzu gehören z. B. Ortskennzeichen oder Funktionskennzeichen. Auch ein Sicherungscode über den aktuell eingestellten Parametersatz lässt sich in den I&M-Functions unterbringen und unterstützt damit herstellerübergreifendes Audit-Trailing, d. h. die Kontrolle sowie Verfolgung der Prozessparameter, wie sie in Pharma- oder sicherheitsgerichteten Anlagen gefordert werden.

Hersteller von PROFIBUS-Geräten können sich ab sofort bei der PNO-Geschäftstelle anmelden, um eine Manufacturer-ID zugewiesen zu bekommen und Zugang zu dem I&M-Konfigurations-Bereich auf dem PROFIBUS-Web-Server zu erhalten. Bei Unternehmen, die über eine HART-Nummer verfügen, wird die existierende HART-Nummer als Manufacturer-ID verwendet.

 

 

Press Contact

 

PROFIBUS Nutzerorganisation e. V.
Barbara Weber
Haid-und-Neu-Str. 7
D-76131 Karlsruhe
Tel.: ++ 49 7 21 / 96 58 - 5 49
Fax: ++ 49 7 21 / 96 58 - 5 89
E-Mail: press@profibus.com

 

 

By: Weber