Millionen Feldgeräte, wie Stellungsregler, Radar-Füllstandsmessgeräte oder Bus-Diagnosemodule, arbeiten dank EDDL (Electronic Device Description Language) zusammen, selbst wenn sie von verschiedenen Herstellern stammen. Die PROFIBUS Nutzerorganisation e.V. begrüßt, dass nun die neuesten Erweiterungen der EDDL-Technologie in die zweite Ausgabe der internationalen Norm IEC 61804-3 aufgenommen wurden.
Zu den Neuerungen zählt die Möglichkeit zur Offline-Konfiguration mit vom Hersteller empfohlenen Standardparameterwerten, um die Inbetriebnahme von Geräten zu vereinfachen und zu beschleunigen. Texte, beispielsweise von Diagnosemeldungen, können ab sofort in vielen verschiedenen Sprachen angezeigt werden - auch Japanisch und Chinesisch. Gerätediagnose- und Setupinformationen lassen sich auf einen Blick übersichtlich darstellen, was Inbetriebnahme und Wartung entsprechend vereinfacht.
Durch geräteinterne Mechanismen wird verhindert, dass angezeigte Übersichten oder Konfigurationsassistenten mit irrelevanten Informationen überladen werden und so Techniker wertvolle Zeit verschwenden. Eine weitere wesentliche Neuerung betrifft die Abbildungen: Erläuterungen in den Grafiken werden jetzt jeweils entsprechend der ausgewählten Sprache angezeigt, was die korrekte Interpretation von Diagnose- und Setupinformationen durch das Bedienpersonal deutlich vereinfacht.
EDDL wurde erstmals 1992 eingeführt. Dank der Rückwärtskompatibilität ist es bisher nie zu Inkompatibilitäten bei installierten Geräten und Systemen gekommen. Und das gilt auch bei der jetzigen Erweiterung. EDDL bleibt weiterhin eine komprimierte Textdatei, so dass der Vorteil der Unabhängigkeit vom jeweiligen Betriebssystem erhalten bleibt..
Die Weiterentwicklung der EDDL bringt einen unmittelbaren Nutzen für die Anwender, stellt aber gleichzeitig einen wichtigen Schritt in Richtung des FDI-Projektes dar, denn die EDDL wird integraler Bestandteil der FDI-Technologie sein.

