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GERMANY
 
 
Weg frei für FDT (Field Device Tool)
 
06.12.2001
Germany

Karlsruhe, 06. Dezember 2001:

 

Die PROFIBUS Nutzerorganisation (PNO) überträgt dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) die Rechte an der FDT-Spezifikation.

Die große Anzahl verschiedener Gerätetypen und Lieferanten innerhalb einer Anlage machen die Konfiguration schwierig und aufwendig und stellen den Anlagenbauer und -betreiber immer wieder vor ein Problem. Zur Lösung dieser Situation hat der ZVEI 1998 einen Arbeitskreis zur Defini-tion eines herstellerneutralen Field-Device-Tool-Interface initiiert. Die Arbeiten an der Spezifika-tion wurden danach in einem Arbeitskreis der PNO weitergeführt. Die PROFIBUS-Technologie bot die Voraussetzungen, um Engineering-Themen, wie z. B. Asset Management, die durch das FDT-Konzept unterstützt werden, aufzunehmen. Inzwischen liegt die Spezifikation des FDT-Konzeptes vor. Erste Produkte mit DTMs (Device Type Manager) wurden auf der INTERKAMA 2001 vorgestellt.

Das FDT-Konzept definiert die Schnittstelle zwischen gerätespezifischen Softwarekomponenten (DTM - Device Type Manager) der Gerätehersteller und dem Engineeringsystem der Leitsystem-hersteller. Die DTM werden vom Gerätehersteller zusammen mit dem Gerät geliefert. Der Gerätehersteller ist verantwortlich für die Funktionalität und die Qualität der DTM, der über die FDT-Schnittstelle in Engineeringsysteme integriert wird. Bei FDT ist nicht die Gerätebeschreibungssprache selbst, sondern die Schnittstellen innerhalb derjenigen Programme, welche die Gerätebeschreibung aufnehmen, standardisiert. Dadurch können losgelöst von den spezifischen Kommunikationstechnologien der verschiedenen Feldbusse und den spezifischen Systemumgebungen Geräte unterschiedlicher Hersteller in die Automatisierungssysteme integriert werden. Für den Anlagenbetreiber bedeutet dies integrierte, konsistente Gerätekonfigurierung und Dokumentation (gerätespezifische Kenntnisse sind nicht erforderlich), konsistente Konfigurierung des Prozessleitsystems der Feldbusse und Geräte, einfache und schnelle Integration von Gerätetypen in das Prozess-leitsystem und nicht zuletzt zentrale Datenhaltung und Datensicherung.

Das FDT-Konzept ist unabhängig von dem verwendeten Kommunikationssystem. Um eine weitere Verbreitung der FDT-Spezifikation zu erleichtern, überträgt die PNO dem ZVEI vertraglich die Rechte der zuletzt in der PNO entwickelten Technologie zur allgemeinen Nutzung. Weitere Feldbusorganisationen haben damit die Möglichkeit, entsprechende Nutzungsrechte mit dem ZVEI zu vereinbaren.

Die technische Betreuung und Weiterentwicklung der FDT-Spezifikation findet weiterhin im entsprechenden Arbeitskreis der PNO statt. Weiterentwicklungen werden nach erfolgreichem Abschluss dem ZVEI zur Verfügung gestellt.

Die PNO und der ZVEI eröffnen mit dem FDT-Konzept die hersteller- und feldbusunabhängige Integration von Feldgeräten in Engineeringsysteme.

 

 

Press Contact

 

PROFIBUS Nutzerorganisation e.V.
Barbara Weber
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By: Weber
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