Eine Studie des Instituts für Automation & Industrial IT der Fachhochschule Köln bestätigt ein Einsparpotenzial von 50 % und mehr in Stillstandphasen durch PROFIenergy. Bisher waren kaum Erfahrungswerte und nur wenige umfangreiche Daten über den Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und Betriebsweise, vor allem unter Betrachtung von Pausenzeiten, in Anlagen verfügbar. Die im Rahmen der Studie durchgeführten Messungen sollten hier Klarheit schaffen und konkrete Zahlen liefern.
Erste Untersuchungen und Messungen wurden bei Daimler an Produktionslinien im Werk Sindelfingen sowie bei VW Nutzfahrzeuge in Hannover abgeschlossen. Untersucht wurde hierbei das Verhalten der Gesamtanlagen und deren Komponenten unter anderem in Bezug auf Lastgang, Lastverteilung und Pausenzeiten. Darüber hinaus galt es, den Einfluss der Betriebszustände auf den Energieverbrauch zu prüfen und die Pausen hinsichtlich ihrer Häufigkeit und Dauer zu analysieren. Neben geplanten Pausen und Leerlaufzeiten wurden auch ungeplante Pausen erfasst sowie deren Relevanz ermittelt. Mit bis zu 15 verschiedenen Messstellen konnten von der Haupteinspeisung bis hin zu einzelnen Verbrauchern typische Lastgänge in der Anlage erfasst und charakteristische Werte ermittelt werden.
Die erzielten Ergebnisse zeigen anhand von konkreten Beispielen das Energie-Einsparpotenzial auf, das durch den Einsatz von PROFIenergy erschlossen werden kann. In manchen Produktionsbereichen liegt das Potenzial sogar bei mehr als 50 Prozent. Bei der Untersuchung ist deutlich geworden, dass auch ungeplante Pausen zu einem Anteil von rund 60 Prozent genutzt werden können, da auch kurze Pausen von 3 bis 5 Minuten bereits für den Einsatz von PROFIenergy relevant sind. Diese Pausen stellen bereits ein erhebliches Einsparpotenzial dar, durch das der Energieverbrauch bei geschicktem Einsatz von PROFIenergy deutlich gesenkt werden kann.
Erste PROFIenergy-Pilotapplikationen befinden sich derzeit bei mehreren Anwendern in der Erprobungsphase.

