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PROFINET in der Prozessautomatisierung
 
22.11.2010
Germany

Mit der Fertigstellung des Applikationsprofils „PROFINET for Process Automation“ hat PROFIBUS & PROFINET International (PI) einen weiteren wesentlichen Meilenstein für PROFINET erreicht. Mit diesen Erweiterungen ist PROFINET – wie bisher PROFIBUS auch – sowohl für die Fertigungs- als auch für die Prozessautomatisierung bestens gerüstet.

 

Die Prozessautomatisierung stellt hohe Anforderungen an die Zuverlässigkeit und die Verfügbarkeit. So müssen die Anlagen ununterbrochen 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr produzieren; und dies nicht selten über einen Zeitraum von 15 Jahren und mehr. Änderungen müssen jederzeit während des Betriebes der Anlage möglich sein, um so den Produktionsprozess stetig verbessern zu können. Ursachen für Fehler müssen erkennbar sein - ungeachtet der Komplexität der eingesetzten Sensoren und Aktoren. Eine weitere Herausforderung ist die hohe Anzahl der Signale in einer Anlage, typischerweise bis zu 100.000.

 

Diese Anforderungen ergaben vier Hauptaspekte, die in die entsprechenden Erweiterungen  eingeflossen sind:

 

  1. Integration bestehender Feldbusse
  2. Configuration in Run
  3. Zeitsynchronisation und Zeitstempelung
  4. Skalierbare Redundanz

 

Mit der Fertigstellung der Dokumente können nun die Herstellerunternehmen mit der Implementierung dieser Funktionen in PROFINET-Produkte für die Prozessautomatisierung beginnen. Dies ebnet den Weg für kostenoptimierte Automatisierungslösungen und ist vor allem mit Blick auf den Investitionsschutz für bereits bestehende Anlagen, bzw. deren weiteren Ausbau, von hoher Bedeutung.

 

Relevante Basismechanismen, die dem Applikationsprofil „PROFINET for Process Automation“ zugrundliegen, sind bereits in der PROFINET Spezifikation V2.3 enthalten, die rechtzeitig zur SPS/IPC/DRIVES 2010 freigegeben wurde. Zusätzlich zu diesen prozessrelevanten Erweiterungen beinhaltet die neue Version der PROFINET Spezifikation  auch die Festlegungen zum Thema High Performance.

By: Weber