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PROFIdrive international genormt
 
25.01.2008

PROFIdrive international genormt

Mit der Veröffentlichung der IEC 61800-7 Serie im November 2007 wurde das bei PROFIBUS und PROFINET bewährte PROFIdrive-Profil eine international genormte Antriebsschnittstelle. Die IEC 61800-7 definiert Geräteprofile für drehzahlveränderbare elektrische Antriebssysteme und ihre Abbildung auf bestehende Kommunikationssysteme durch Anwendung einer generischen Antriebsschnittstelle. Die IEC 61800-7-303 spezifiziert die Abbildung des in IEC 61800-7-203 definierten PROFIdrive Profils auf die Kommunikationssysteme PROFIBUS DP (Kapitel 4) und PROFINET IO (Kapitel 5).

 

Die PROFIBUS Nutzerorganisation e.V. (PNO) hatte mit der im September 2005 veröffentlichten Version des Antriebsprofils PROFIdrive einen erweiterten Standard geschaffen, der sowohl auf PROFIBUS als auch auf PROFINET anwendbar ist. Das bei PROFIBUS seit Jahren bewährte PROFIdrive-Profil steht unter Beibehaltung der Anwenderschnittstelle auch auf PROFINET zur Verfügung. Die Trennung von Applikation und Kommunikation ermöglicht sowohl für Gerätehersteller als auch für Anwender die problemlose Nutzung der PROFIdrive-Applikationen auf PROFIBUS oder PROFINET und damit die freie Auswahl des optimalen Kommunikationssystems.

 

Das Antriebsprofil PROFIdrive beschreibt die Antriebsschnittstelle aus Sicht der Steuerungsapplikation sowie deren Abbildung auf das Kommunikationssystem. Es deckt in sechs Applikationsklassen die Szenarien vom einfachen Frequenzumrichter bis zum hochdynamischen Servoantrieb ab. Nachdem sich PROFIdrive seit mehreren Jahren als Applikationsprofil für Antriebe mit PROFIBUS-Schnittstelle bewährt hat, ist es ab der Version 4.0 auch für Antriebe mit PROFINET-Kommunikation verfügbar. Das Profil ist dabei unverändert geblieben; hinzugekommen ist lediglich das Mapping auf PROFINET IO. Damit können Antriebe für PROFIBUS und PROFINET mit gleicher Profilimplementierung betrieben werden.

 

Diese Möglichkeiten werden seit langem vom Maschinenbau gefordert, denn sie erweitern die Flexibilität um einen weiteren Freiheitsgrad. Maschinenhersteller können so schnell und kostengünstig auf wechselnde Anforderungen des internationalen Marktes reagieren und damit ihre Wettbewerbsposition sichern oder ausbauen.

 

Die in PROFIdrive definierten Applikationsklassen umfassen sowohl Einfachanwendungen als auch hochperformante taktsynchrone Applikationen. Der taktsynchrone Betrieb von mehreren verteilten Geräten einer Motion Control-Applikation ist eine elementare Anforderung für ein modernes Antriebsprofil. Diese Eigenschaft hat einen großen Einfluss auf die Qualität von Motion Control-Systemen, speziell z.B. bei der Synchronisation von Bewegungen in Verbindung mit elektronischen Getrieben.

 

Die Standardisierung von PROFIdrive in der IEC 61800-7 hat eine große Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg des Anwenders. Stabilität und Offenheit der Antriebsschnittstelle sind dabei wichtige Kriterien.

By: Weber