Produkteinführung bei IO-Link gestartet
Die PROFIBUS Nutzerorganisation e.V. (PNO) hat die Physical Layer- und Protokoll-Spezifikation veröffentlicht. Damit steht mit IO-Link eine offene feldbusunabhängige Kommunikations-Schnittstelle für Sensoren & Aktoren in der Fertigungsautomation zur Verfügung. Diese Technologie ermöglicht eine einfache, innovative Integration von Sensoren und Aktoren in ein Automatisierungssystem. Dies haben alle namhaften Sensorhersteller erkannt und in der Zwischenzeit zahlreiche Produktimplementierungen gestartet, bzw. die für Produktentwicklungen notwendigen Entscheidungsprozesse in Gang gesetzt. Die ersten serienreifen Produkte wurden bereits auf der Hannover Messe 2007 vorgestellt. Das präsentierte Produktspektrum reicht vom einfachen Sensor mit vorrangig binärem Informationsgehalt über den Messwertgeber bis hin zu multifunktionalen Devices, die verschiedene zusammenhängende Prozesswerte abbilden oder so genannte Funktionsinseln, die Aktoren mit den zugehörigen Rückmeldesignalen als Einheit darstellen.
Neben der Spezifikation der rein physikalischen Ebene wird derzeit verstärkt an einer offenen Systemeinbindung sowie der Erstellung von IO-Link-Profilen gearbeitet. Die Festlegung von IO-Link-Profilen ermöglicht die Austauschbarkeit von Sensoren/Aktoren des gleichen Typs an einem Automatisierungssystem und lässt gleichzeitig Raum für herstellerspezifische Funktionalität.
Bereits heute wird eine Integration von IO-Link in PROFIBUS und PROFINET unterstützt, so dass eine komfortable Projektierung und Inbetriebnahme in der gesamten Tiefe der herstellerspezifischen Funktionen möglich ist. Kalibrierungen lassen sich ebenso durchführen wie Detail-Diagnosen. Das Zusammenspiel von Geräten verschiedener Hersteller wurde auf der Hannover Messe auf dem PNO-Stand bereits eindrucksvoll demonstriert. Die derzeit in Arbeit befindlichen Festlegungen im Bereich Integration haben zum Ziel, mittels einer einfachen Gerätebeschreibung für Sensoren und Aktoren die Integration in ein Konfigurationssystem einer Steuerung zu ermöglichen. Mit der Festlegung der Integration ist die standardisierte Abbildung auf die darüber liegenden Kommunikations-Systeme (Feldbusse oder Ethernet-basierte Systeme) gegeben.
In der PNO arbeiten inzwischen 26 Mitglieder an dem Thema IO-Link. Neben allen namhaften Sensorherstellern gehören dazu auch relevante Hersteller von EA-Baugruppen und Automatisierungssystemen. In jüngster Zeit sind in den Kreis die ersten Halbleiterhersteller eingetreten, um an der Spezifikation von integrierten Schnittstellen mitzuwirken. Damit ist die Basis für eine kostengünstige Implementierung von IO-Link in Produkte gelegt.

