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PNO setzt auf offene Engineering Lösungen
 
27.03.2003
Montenegro

Stuttgart, 27. März 2003

 

Sowohl die große Anzahl verschiedener Gerätetypen und Lieferanten als auch die optimale Anpassung von komplexen Geräten innerhalb einer Anlage machen heute die Gerätekonfiguration immer noch schwierig und aufwändig und stellen den Anlagenbauer und -betreiber immer wieder vor Probleme. Zur Lösung der Engineering-Einbindung von Feldgeräten in der Fertigungs- und Prozessautomatisierung hat der ZVEI im Jahre 1998 einen Arbeitskreis zur Definition eines herstellerneutralen Field Device Tool (FDT) Interface initiiert. Die PNO hat dieses Konzept vor 4 Jahren übernommen, weiterentwickelt und in die PROFIBUS-Technologie integriert. Da FDT auf offenen Schnittstellen basiert und gleichermaßen für die Fertigungs- und Prozessautomatisierung trägt, ist es ein zukunftsträchtiges Konzept, wann immer Geräte für den Betrieb am System konfiguriert oder im Betrieb Daten für das Asset Management bereitstehen sollen.

Das FDT-Konzept wurde von Anfang an kommunikationsneutral angelegt. Eine Gruppe von namhaften Herstellern hat sich jetzt zur FDT Joint Interest Group (FDT JIG) zusammengeschlossen, um auch für andere Kommunikationsprotokolle Lösungen zu entwickeln. Die FDT JIG wird sich in Kürze entsprechend organisieren, um die Weiterentwicklung für andere Protokolle, das Testen und Zertifizieren von FDT Produkten sowie ein gemeinsames Marketing der FDT Technologie voranzutreiben. Eine enge Kooperation zwischen der PNO und der zukünftigen FDT JIG zur rückwirkungsfreien Weiterentwicklung und zum Investitionsschutz der PNO Mitglieder wurde bereits im Dezember letzten Jahres im Beirat der PNO beschlossen. Die PNO unterstützt die Arbeit der FDT JIG im Sinne der Verbreitung offener Lösungen. "Wir sind uns sicher, dass durch die Arbeit der FDT JIG auch unser Engineeringkonzept weiter gestärkt wird", erklärt Klaus-Peter Lindner, Mitglied des PNO Vorstands, und führt weiter aus: "Führende Firmen haben erkannt, dass die FDT Technologie die Erwartungen der Anwender und Gerätehersteller bestens erfüllt und engagieren sich deshalb in der FDT JIG. Die PNO als Initiator ist stolz darauf, schon frühzeitig die Bedürfnisse der Anwender erkannt zu haben. Wir bauen auf die Durchgängigkeit unse-rer Engineering Lösung für die Fertigungs- und Prozessautomatisierung."

FDT definiert die Schnittstellen zwischen gerätespezifischen Softwarekomponenten der Gerätehersteller, genannt Device Type Manager (DTM), und dem Engineeringsystem der Leitsystemhersteller. Der DTM wird vom Gerätehersteller zusammen mit dem Gerät geliefert. Ein DTM ist vergleichbar mit einem Druckertreiber, der auch interaktive Konfiguration und Diagnose zulässt. Damit öffnet das FDT/DTM Konzept die heute meist noch herstellerspezifischen Schnittstellen von Asset Management Anbietern. Da bei FDT die Schnittstellen standardisiert sind, können Geräte unterschiedlicher Hersteller unabhängig vom verwendeten Feldbussystem in verschiedene Automatisierungssysteme integriert werden.

Mit den Spezifikationen GSD, EDDL und FDT bietet PROFIBUS heute den Anwendern eine segmentierte und strukturierte Lösung von der einfachen Gerätekonfiguration bis hin zu komplexen Asset Management Systemen.

Bild: Segmentierung der Engineering Lösung bei PROFIBUS

 

 

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By: Weber