Karlsruhe, den 04. Juli 2005:
Die Fieldbus Foundation (FF), Hart Communication Foundation (HCF), OPC Foundation (OPC) und die PROFIBUS Nutzerorganisation (PNO) werden gemeinsam die EDDL (Electronic Device Description Language) weiterentwickeln.
Das EDDL-Gemeinschaftsprojekt wurde von den vier Nutzerorganisationen und namhaften Herstellern von Leitsystemen initiiert. Auf der Hannover Messe 2005 wurde ein gemeinsames Team zur Weiterentwicklung der EDDL-Technologie gegründet. Dazu gehört das Erstellen einer Testspezifikation und die Entwicklung von Testprozeduren für einen Compliance Test sowie das Einbringen aller Erweiterungen in die IEC-Standards. Ein Lenkungskreis (Steering Committee), bestehend aus Vertretern der vier Nutzerorganisationen, legt weitere gemeinsame Aktivitäten fest.
EDDL, in IEC 61804-2 international genormt, ist die verbreitetste Integrationsmethodik, mit der Feldgeräte in Automatisierungssysteme eingebunden werden. 1.000 Feldgerätetypen von weit über 100 Herstellern werden per EDDL beschrieben, mehr als 15 Millionen darauf basierende FF-, Hart- und PROFIBUS-Feldgeräte sind weltweit installiert. Seit Anfang 2004 sind die drei EDDL-Spezifikationen der Anwenderorganisationen FF, HCF und PNO im internationalen Standard IEC 61804-2 zusammengeführt. Dieser Standard harmonisiert und erweitert die Inhalte der existierenden Spezifikationen.
Im "EDDL-Gemeinschaftsprojekt2 (EDDL Cooperation Project) wurden im vergangenen Jahr wichtige Ergänzungen der EDD-Methodik vorgenommen, sogenannte "EDDL-Enhancements". Künftig verwendet der Geräteentwickler organisationsübergreifend vereinheitlichte und betriebssystemunabhängige Grafikelemente, die in Dialogsystemen einfach mittels eines EDDL-Aufrufs auf dem Bildschirm aktiviert werden. Die bisherige aufwändige Programmierung - für oft mehrere Betriebssysteme - entfällt. Diese "EDDL-Enhancements" sollen die IEC 61804-2 erweitern.
Die per Electronic Device Description Language (EDDL) für ein Feldgerät erstellten Electronic Device Descriptions (EDDs) unterstützen das Management intelligenter Feldgeräte. Typische Aufgaben wie Bedienen, Parametrieren und Diagnose lassen sich damit effizient lösen. Mittels EDD werden Produkteigenschaften beschrieben, die als Basis für das gesamte elektronische Produktdatenmanagement dienen: von der Planung über das Engineering, die Inbetriebnahme, Wartung und Diagnose bis zum Abbau einer Anlage. EDDs sind ASCII-lesbare Dateien. Diese enthalten im Wesentlichen die Beschreibung aller Geräteparameter und der zugehörigen Attribute (z.B. unterer/oberer Wertebereich, Default-Wert, Schreibrechte) sowie der Gerätefunktionen, beispielsweise zur Überprüfung der Plausibilität, Skalierung, Umschaltung der Gerätemodi oder Tankkennlinien. Weiterhin beinhalten die EDDs eine funktionelle Gruppierung der Geräteparameter und Funktionen zu Visualisierungszwecken und eine Beschreibung der kommunizierbaren Datensätze.
Press Contact
PROFIBUS Nutzerorganisation e. V.
Geschäftsstelle
Barbara Weber
Haid-und-Neu-Str. 7
D-76131 Karlsruhe
Tel.: 07 21 /96 58 - 5 49
Fax: 07 21 / 96 58 - 5 89
E-Mail: press@profibus.com

