IO-Link-Integration in PROFIBUS und PROFINET
Die PROFIBUS Nutzerorganisation e.V. (PNO) hat die Dokumente zur Integration von IO-Link in PROFIBUS und PROFINET verabschiedet und veröffentlicht. Zusammen mit der bereits verfügbaren Physical Layer- und Protokoll-Spezifikation bildet die Integrations-Spezifikation die Basis für die Verbreitung von IO-Link in PROFIBUS- und PROFINET-Systemen.
Mit der Physical Layer- und Protokoll-Spezifikation wurden die Voraussetzungen für die Entwicklung von Produkten mit IO-Link-Schnittstelle gelegt. Seitdem haben nahezu alle relevanten Sensor-Hersteller sowie eine Reihe von Herstellern von E/A-Baugruppen IO-Link-Produkte in den Markt gebracht. Mit der Veröffentlichung des Integrationsdokuments steht die Basis für eine offene Integration von IO-Link in PROFIBUS- und PROFINET-Systeme zur Verfügung. Um dies zu veranschaulichen, hat die PNO auf der HM 2008 auf ihrem Stand A41 in Halle 11 eine Live-Applikation aufgebaut, mit der das Engineering von IO-Link-Produkten unterschiedlicher Hersteller demonstriert wird.
Die Physical Layer- und Protokoll-Spezifikation von IO-Link ist völlig unabhängig von PROFIBUS und PROFINET, so dass IO-Link allen Feldbussen bzw. Ethernet-basierten Systemen unterlagert werden kann. Lediglich die Integration erfolgt unter Berücksichtigung feldbusspezifischer Aspekte. Arbeiten zur Integration von IO-Link in weitere Feldbussysteme sind bereits in Vorbereitung. Hierfür ist eine geeignete Gerätebeschreibung von zentraler Bedeutung. Die Definition einer entsprechenden unabhängigen Gerätebeschreibung für IO-Link, IO Device Description (IODD), befindet sich bereits im Review der PNO.
Das Thema IO-Link stößt auf immer größeres Interesse: Die Zahl der im IO-Link-Konsortium aktiv mitarbeitenden Unternehmen ist bereits auf über 30 gestiegen. Dies sind neben Herstellern für Sensoren und Aktoren auch Hersteller von E/A-Baugruppen und Automatisierungssystemen sowie Halbleiterhersteller.


