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IDA-ODVA-PNO Arbeitsgruppen erzielen erste Ergebnisse
 
25.11.2002
Germany

Karlsruhe, den 25. November 2002

 

Auf der Hannover Messe 2002 haben die IDA-Group und die PROFIBUS Nutzerorganisation PNO die Zusammenarbeit bei Themen von gemeinsamem Interesse auf dem Gebiet der Ethernet- basierten Kommunikationslösungen bekannt gegeben. Wenig später ist auch die ODVA der Einladung zur Teilnahme an den gegründeten Arbeitsgruppen gefolgt. In zwei Arbeitsgruppen werden die Themen "Device Integration" und "Plug and Work" behandelt. Die drei Organisationen werden durch Experten ihrer Mitgliedsfirmen ABB, ifak Magdeburg, Jetter, Kuka, Lenze, Phoenix Contact, Rockwell Automation, Schneider Electric, Sick und Siemens vertreten.

Ziel der Arbeitsgruppe "Device Integration" ist, die Unterschiede zwischen den Lösungen der 3 Organisationen zu minimieren und bei neuen Themen durch frühzeitige Abstimmung ein weiteres Auseinanderdriften der Lösungen zu verhindern. Dies dient vor allem dem Bedürfnis der Anwender, ein möglichst hohes Maß an Interoperabilität von Geräten unterschiedlicher Hersteller zu erhalten. Bisher haben drei Arbeitstreffen stattgefunden.

In einem ersten Schritt wurde eine Bestandsaufnahme der bestehenden Technologien zur Geräteintegration vorgenommen. Dabei wurden folgende Technologien betrachtet: GSD, EDS, XDDML, FDT, DriveServer, OPC, DeKOS und Embedded Web-Server. In einem zweiten Schritt wurde eine Einordnung der Technologien in die Phasen des Lebenszyklus der Geräte vorgenommen. Dabei zeigte sich, dass sich die verschiedenen Technologien mit ihren jeweiligen Stärken gut ergänzen können.

Zur Zeit erarbeitet die Gruppe ein gemeinsames Verständnis der vielfältigen Anforderungen an die Geräteintegration. Dazu wird die Analyse der o.g. Technologien noch weiter detailliert. Bei der Analyse einer durchgängigen Geräteintegration ist sowohl die Geräte-Projektierung als auch die Sicht der Systemschnittstellen der Geräte zu beachten. Die Geräte-Projektierung umfasst die Konfigurierung der Geräte im jeweiligen Kommunikations-System, die Einbindung der Gerätefunktionen wie I/O-Daten, Alarme, Diagnose und Wartung und schließlich die Integration der Geräte in das Steuerungsprogramm, in die Dokumentation und in das Bedienen und Beobachten. Die Systemschnittstellen umfassen im wesentlichen die Kommunikation zur Steuerung, zum Bedienen und Beobachten, zum Engineering/Commissioning und zum Asset Management.

Trotz der Vielschichtigkeit des Themas sieht die Arbeitsgruppe eine ganze Reihe von gemeinsamen Standardkonzepten, deren Anwendbarkeit noch weiter vertieft werden soll. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich zur Hannover Messe 2003 vorliegen.

Ziel der Arbeitsgruppe "Plug & Work" ist, die unterschiedlichen Ansätze bei der Konfiguration und Diagnose von Ethernet- basierten Geräten zusammenzuführen. Derzeit sieht sich der Anwender mit einer großen Zahl unterschiedlicher Konfigurationsmethoden für Geräte mit Industrial Ethernet konfrontiert. Das erklärte Ziel der Arbeitsgruppe ist, einen gemeinsamen "Plug & Work"- Mechanismus zu definieren, der unabhängig vom verwendeten Protokoll ist und als gemeinsamer Standard der führenden Kommunikations- Organisationen übernommen wird.

Die Arbeitsgruppe hat sich seit ihrer Gründung im April 2002 viermal getroffen. Die Gruppe hat beschlossen, anfangs den Fokus auf folgende Schwerpunkte zu richten: die Konfigurierung von IP- Adressen, die Geräte-Erkennung und -Identifizierung, die IP-Konfiguration beim Gerätetausch sowie die Wiederherstellung bei unbekannten IP-Adressen. Die bereits vorhandenen Mechanismen der Organisationen IDA, ODVA und PNO wurden vorgestellt und berücksichtigt. Die Intention ist, Felder gemeinsamen Interesses aller drei Organisationen zu finden und gemeinsame Mechanismen zu definieren, ohne gegen vorhandene Lösungen zu verstoßen. Mehrere große internationale Endkunden haben ihre Anforderungen an die Gerätekonfiguration und Diagnose vorgetragen. Die Arbeitsgruppe hat diese Kundenanforderungen bewertet und strukturiert. Darauf hin wurden die Arbeiten gestartet, um zur Definition gemeinsamer Lösungen zu kommen, die den Anforderungen der Anwender und den Anwendungsszenarien entsprechen und unabhängig vom Anwendungsprotokoll sind. Zu den zukünftigen Arbeitsthemen gehören auch gemeinsame Methoden der Netzwerkdiagnose. Auch in dieser Arbeitsgruppe werden erste Ergebnisse voraussichtlich bis zur Hannover Messe 2003 vorliegen.

 

 

By: Weber